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Ukraine-Krieg: Orbán lädt zu Waffenstillstandsverhandlungen nach Budapest ein

Ungarns Regierungschef Viktor Orbán nach seinem Wahlsieg, 03.04.2022
Ungarns Regierungschef Viktor Orbán nach seinem Wahlsieg, 03.04.2022 Copyright Petr David Josek/Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved
Copyright Petr David Josek/Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved
Von Euronews mit dpa
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Bei einem Telefonat mit Russlands Präsidenten Wladimir Putin hat Ungarns Regierungschef Viktor Orban zu Waffenstillstandsverhandlungen nach Budapest eingeladen.

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Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán hat den russischen Präsidenten Wladimir Putin in einem Telefonat zu einem schnellstmöglichen Waffenstillstand in der Ukraine aufgefordert. Putin habe ihn angerufen, um ihm zu seinem Wahlsieg am vergangenen Sonntag zu gratulieren.

"Ich habe ihnen vorgeschlagen, nach Budapest zu kommen, damit er [Putin], der ukrainische und französische Präsident und der deutsche Kanzler Gespräche hier in Budapest führen können. Und das mit einem einzigen Ziel: keine Friedensverhandlungen und -vereinbarungen, denn das würde länger dauern, sondern ein Abkommen, das einen sofortigen Waffenstillstand vorsieht."

Putin habe jedoch Bedingungen für die Aufnahme von Verhandlungen gestellt. Auf deren Erfüllung habe er keinen Einfluss, sagte Orban.

Gespräche zwischen Unterhändlern der Ukraine und Russlands hatten zuletzt in Istanbul stattgefunden. 

Auf die Frage, ob er sich im Krieg zwischen Russland und der Ukraine für eine Seite entscheiden werde, bezeichnete Orbán Russland als Aggressor; Zivilisten müssten geschützt werden.

""Die Situation ist klar: Dies ist ein Krieg, den die Russen begonnen haben, sie haben die Ukraine angegriffen, und das ist eine Aggression."

Der ungarische Regierungschef hat in den letzten Jahren ein freundschaftliches Verhältnis zu Putin aufgebaut. Die Sanktionen der EU, die diese wegen des militärischen Angriffs auf die Ukraine gegen Russland verhängte, trug er eher halbherzig mit.

Ungarns Regierung will - im Gegensatz zu anderen EU-Ländern - seine Gasimporte aus Russland nicht einschränken und ist bereit, diesbezüglich Zugeständnisse zu machen.

"Wir haben kein Problem in Rubel zu bezahlen. Wenn die Russen danach fragen, zahlen wir in Rubel", so Orbán.

Im Verhältnis zwischen dem Nato-Land Ungarn und Russland seien sich beide Seiten klar, dass sie auf entgegengesetzten Seiten stehen. "Wir streben dennoch ein korrektes Verhältnis an", sagte Orban.

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