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"Alle außer Macron": Endspurt im Wahlkampf in Frankreich

Frankreich: Endspurt im Wahlkampf
Frankreich: Endspurt im Wahlkampf Copyright LOIC VENANCE/AFP or licensors
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Von Cyril Fourneris
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Marine Le Pen versucht seit Jahren, das Etikett des Rechtsextremismus loszuwerden. Und Macron schlägt starker Gegenwind entgegen. Reicht das für einen Wahlsieg Le Pens?

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Wenige Tage vor dem zweiten Wahlgang der Präsidentschaftswahlen in Frankreich ist die Jagd nach Wählerstimmen in vollem Gange. Die Strategie von Marine Le Pens rechtsextremen "Rassemblement National" zielt darauf ab, die von der Politik des amtierenden Präsidenten enttäuschten Wähler:innen auf ihre Seite zu ziehen.

"Ich denke, dass das " alle außer Macron " unser Hauptargument ist. Für diejenigen, die Emmanuel Macron loswerden wollen, gibt es nur eine Kandidatin - und das ist Marine Le Pen", sagt diese Aktivistin für Le Pen.

Um eine glaubwürdige Alternative zu bieten, verspricht die ehemals liberale Partei nun, die Arbeitnehmer:innen zu schützen. Bei bestimmten grundlegenden Themen, wie Europa, beharrt sie jedoch auf ihrem Standpunkt:

"Wir glauben an die Souveränität der Völker, an das Europa der Nationen. Jedes Volk findet seine Souveränität und seine eigene Stärke. Marine Le Pen wird ein Referendum zur Einwanderung abhalten, das die französische Verfassung über die europäische Rechtsprechung stellen wird. Sie hat einfach ein nationales Projekt, und dieses Projekt ist weder rechts noch links", kommentiert Sprecher des "Rassemblement National" Philippe Ballard.

Das Etikett des Rechtsextremismus haftet Marine Le Pen weiter an, trotz der Versuche, es loszuwerden. Der Prozess, die Partei mehr in den politischen Mainstream zu rücken dauert schon seit Jahren an.

Pascal Perrineau, Politikwissenschaftler und Experte für Rechtsextremismus an der renommierten SciencePo Universität Paris erklärt: "Das Rassemblement National macht einigen Franzosen weiterhin Angst. Diese Partei wird als isoliert angesehen. Die Franzosen fragen sich, wer ihre Verbündeten sind, ob Marine Le Pen in der Lage wäre, ein Regierungsteam aus kompetenten und zuverlässigen Ministern zu bilden."

Für eine Antwort auf derartige Fragen bleiben Marine Le Pen nur wenige Tage Zeit. Unser Paris-Korrespondent Cyril Fourneris fasst zusammen:

"In der ersten Runde stimmen die Franzosen für- in der zweiten gegen einen Kandidaten. So wird die Präsidentschaftswahl oft zusammengefasst. Zwar liegt Emmanuel Macron in den Umfragen derzeit vorn, aber ihm schlägt viel Gegenwind entgegen. Die Wahl von Marine Le Pen - und das ist wohl zum ersten Mal der Fall - liegt im Bereich des Möglichen.

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