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Baldwin-Dreh: Polizei veröffentlicht Videomaterial nach Todesschuss

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Von Euronews  mit dpa
Alec Baldwin am Set des Filmdrehs nach dem Todesschuss auf Kamerafrau (Polizei-Footage, die am 25.04. veröffentlicht wurde)
Alec Baldwin am Set des Filmdrehs nach dem Todesschuss auf Kamerafrau (Polizei-Footage, die am 25.04. veröffentlicht wurde)   -   Copyright  Santa Fe County Sheriff's Office via AP

Ein halbes Jahr nach dem tödlichen Schuss beim Dreh eines Westernfilms in New Mexiko hat die Polizei Bild- und Textmaterial von dem Vorfall veröffentlicht, darunter Polizei-Bodycam-Aufnahmen und Textnachrichten, die zwischen Filmcrewmitgliedern ausgetauscht wurden. 

"Das Büro des Sheriffs veröffentlicht alle mit der laufenden Untersuchung in Zusammenhang stehenden Dateien", hieß es in einer Mitteiling von Sheriff Adan Mendoza. Allerdings sind die Untersuchungen zu dem tragischen Unfall, bei dem eine Kamerafrau getötet und der Regisseur verletzt wurde, noch nicht abgeschlossen. So stünden waffentechnische Untersuchungen sowie Analysen von Fingerabdrücken und Telefondaten von Baldwin noch aus. Auch die Untersuchung des Leichnams der bei dem Vorfall ums Leben gekommenen Kamerafrau Halyna Hutchins sei noch nicht abgeschlossen, hieß es von der University of New Mexico.

Der Schuss war beim Dreh zu dem Western-Film "Rust" auf einer Farm in Santa Fé, im US-Bundesstaat New Mexico gefallen. Die Waffe wurde während einer Probe vom Hauptdarsteller und Produzenten Alec Baldwin bedient. Unklar ist bislang, wieso in dem Colt echte Munition steckte. 

Zuletzt war gegen die Produzenten des Films die zulässige Höchststrafe von umgerechnet rund 126.000 Euro wegen mangelnder Sicherheit am Set verhängt worden. Die zuständige Behörde für Arbeitsschutz wirft den Produzenten vor, die Sicherheitsprotokolle für die Benutzung von Waffen missachtet zu haben. So hätte der Vorfall vermieden werden können. 

Hollywood-Star Baldwin hat mehrfach eine Schuld am Tod der 42-Jährigen von sich gewiesen und von einer "entsetzlichen Tragödie" gesprochen. Für die Sicherheit von Requisiten seien andere Personen zuständig gewesen.