Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

Wer hat noch Angst vor Corona? 7-Tage-Inzidenz steigt wieder

Access to the comments Kommentare
Von Euronews  mit AP, Twitter
Coronatest in Deutschland - ARCHIV
Coronatest in Deutschland - ARCHIV   -   Copyright  Michael Probst/Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved

In Deutschland ist die 7-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen mit dem Coronavirus den zweiten Tag in Folge gestiegen. Laut Robert Koch-Institut liegt sie an diesem Mittwoch bei 207 pro 100.000 Menschen. Allerdings bilden die Zahlen das Infektionsgeschehen nur noch teilweise ab, weil viele Infizierte gar keinen PCR-Test mehr machen, aber nur positive PCR-Tests vom RKI gezählt werden.

In Portugal waren die Infektionszahlen in den vergangenen Wochen dramatisch angestiegen. Mittlerweile gehen die Ansteckungen aber wieder zurück. Im Gegensatz zu vorherigen Corona-Wellen waren die Krankenhäuser in Portugal nicht mit Covid-19-Erkrankten überlastet. Anders als in Deutschland sind dort weit mehr als 80 Prozent der Erwachsenen geimpft.

Das RKI meldet 91 weitere Todesfälle durch Covid-19 in 24 Stunden in Deutschland. Auch wenn die meisten Erkrankungen mit der Omikron-Variante eher mild verlaufen, warnen Expertinnen und Experten davor, Covid-19 zu unterschätzen. So schreibt der Pneumologe Cihan Celik aus Darmstadt auf Twitter mit Blick auf die kommenden Monate: "Wenn Covid-19-Patienten in die Klinik kommen, ist es für Medikamente wie #Paxlovid meist schon zu spät. Daher muss im ambulanten Bereich mehr antiviral behandelt werden. Leider fehlt das Wissen noch zu oft. Bis Herbst muss es einstudiert sein und besser laufen!"

Auf Twitter tauschen sich deutsche Ärztinnen und Ärzte auch über PIMS aus, das "Paediatric multisystem inflammatory syndrome" ist eine schwere Entzündungsreaktion bei Kindern nach einer Infektion mit dem Coronavirus. 

PIMS tritt zwar nur sehr selten auf, aber Kinderärzte plädieren auch deshalb dafür, Kinder gegen Covid-19 impfen zu lassen. Doch offenbar können auch geimpfte Kinder an PIMS erkranken.

Auf Viruserkrankungen wie Corona und Affenpocken schlecht vorbereitet?

Wie viele Virologen beschäftigt sich die in Genf tätige Isabella Eckerle mittlerweile auch mit Affenpocken. Sie schreibt:" Weder unser Gesundheitssystem noch unsere Gesellschaften sind in der Lage, mit dem wiederholten Auftreten von Viren umzugehen. Wenn es uns nicht gelingt, die Ausbreitung von Viren an der Quelle zu verhindern, werden wir auf lange Sicht große Probleme bekommen."