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Souflaki etwa 30 Prozent teurer als 2021 - Inflation in Griechenland steigt

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Von Ioannis Giagkinis  & Andrea Buring
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Athener Gastronom bereitet Souflaki zu
Athener Gastronom bereitet Souflaki zu   -   Copyright  euronews

Während sich griechische Gastronomen auf die Sommersaison vorbereiten, beobachten sie die Entwicklung der Inflation mit Argwohn. Denn steigt diese weiter, könnte sie dem Sommergeschäft einen Strich durch die Rechnung machen. Eine Entwicklung, von der Urlauber noch nicht viel mitbekommen.

Shane Houzly aus dem US-Bundesstaat Utah freut sich über die gute Küche. "Einfach phänomenal. Wir sind es gewöhnt, zu Hause 140 Euro für ein gutes Essen auf den Tisch zu blättern. Hier sind es nur 40 Euro. Ich kann nicht fassen, wie billig dieses Essen war, obwohl wir auch Getränke hatten. Das ist schon sehr günstig."

Am offensichtlichsten wird die Teuerung, vergleicht man die Preise der griechischen Vorzeigespezialität.

Richard aus Austin schwärmt, "Souflaki haben einen einzigartigen Geschmack: Die Pita, das sehr knusprige Fleisch, saftige Tomaten, ein durch und durch toller Geschmack."

Die Fleischstäbchen kommen auch bei Mexikanern gut an. Miguel Carreon sagt, "sie erinnern mich an Burritos. Die machen sie in Mexiko genau so und sie haben einen guten Geschmack. Aber das hier schmeckt besser. Der Preis hält sich in Grenzen - nicht zu teuer für den Geschmack. Das ist ok."

Souflaki 30 Prozent teurer als 2021

Für die meisten Touristen sind Souflaki ein billiges Essen. Doch für die Menschen in Griechenland werden sie zu einem kleinen Luxus. Durchschnittlich kostet ein Wrap 3,30 Euro, im letzten Jahr waren es zwei Euro. Die Inflation im Mai in Griechenland liegt laut Eurostat bei 10,7 Prozent. Wie drücken Gastronomen die Preise herunter und warum gehen diese durch die Decke?

Saftige Rechnungen

Der Gastronom Spiros Bairaktaris rechnet vor, "der Durchschnittspreis für Souflaki ist viel stärker gestiegen als die Leitindikatoren der Inflation. Die Teuerungsrate liegt bei um die 10 Prozent und ist so hoch wie zuletzt vor 28 Jahren. Das macht sich beim Souflaki bemerkbar, weil alles teuerer wurde: wie Fleisch, Tomaten, Zwiebeln und Tzatziki. Strom wurde auch teurer sowie Gas und Betriebskosten. Doch wir bemühen uns, den Preis so niedrig zu halten, wie es geht."

Der Gewerkschaft der Gastronomie zufolge stieg der Preis für Fleisch im letzten Jahr um 30 Prozent, für Sonnenblumenöl, das aus der Ukraine kam, um 125 Prozent und für Strom um 100 Prozent. Rechnungen, die auf den Magen schlagen.