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Borrell: Russlands Blockade von Weizen in der Ukraine ist "Kriegsverbrechen"

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Von Euronews  mit AFP, AP
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EU-Außenbeauftragter Josep Borrell
EU-Außenbeauftragter Josep Borrell   -   Copyright  Geert Vanden Wijngaert/Associated Press

Bei dem Treffen der Außenminister in Luxemburg sagte der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell, dass Russland "zur Rechenschaft gezogen" werden sollte, wenn es weiterhin den Export von lebensnotwendigem Getreide aus der Ukraine blockiert.

Scharfe Worte von Josep Borrell in Richtung Russland

Borrell erklärte: "Ich bin sicher, dass die Vereinten Nationen am Ende eine Einigung erzielen werden. Es ist unvorstellbar, man kann sich nicht vorstellen, dass Millionen von Tonnen Weizen in der Ukraine blockiert bleiben, während im Rest der Welt Menschen Hunger leiden. Das ist ein echtes Kriegsverbrechen. Ich kann mir also nicht vorstellen, dass das noch lange so weitergeht."

Der Westen hat Moskau aufgefordert, die Blockade der ukrainischen Schwarzmeerhäfen aufzugeben, damit die Getreidevorräte auf die Weltmärkte gebracht werden können.

Die EU unterstützt die Bemühungen der UNO, eine Vereinbarung zwischen der Ukraine, Russland und der Türkei für den Transport des Getreides zu finden, doch bisher hatten diese Verhandlungen keinen Erfolg.

Die französische Außenministerin Catherine Colonna betonte, dass Russland aufhören müsse, mit dem Hunger in der Welt als Druckmittel zu spielen. "Getreide zu blockieren ist gefährlich für die Stabilität in der Welt", sagte Colonna weiter.

Bei dem EU-Außenministertreffen in Luxemburg wird auch der EU-Gipfel Ende der Woche vorbereitet, bei dem der Kandidatenstatus der Ukraine auf der Agenda steht. Bisher herrscht in dieser Frage keine Einigkeit.

Die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock erklärte, Berlin unterstütze Polen und Rumänien bei der Modernisierung ihrer Eisenbahnstrecken, um den Export von Millionen Tonnen Getreide zu ermöglichen, die aufgrund der russischen Seeblockade in der Ukraine feststecken.

Die Nachbarländer der Ukraine stehen vor großen logistischen Herausforderungen bei dem Versuch, das Getreide anders als per Schiff zu transportieren.