Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

Scholz: "You'll never walk alone" - Bund übernimmt 30% von Uniper

Access to the comments Kommentare
Von Euronews
euronews_icons_loading
Bundeskanzler Olaf Scholz
Bundeskanzler Olaf Scholz   -   Copyright  Markus Schreiber/Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat über das Maßnahmenpaket zur Begegnung der Energiekrise informiert. Der Bund steigt im Zuge eines Rettungspakets beim angeschlagenen Energiekonzern Uniper ein.

"You'll never walk alone" - Entlastungen für Bürger:innen

"You'll never walk alone", hatte Scholz mehrmals gesagt, während der Pressekonferenz in Berlin, für die Scholz seinen Urlaub unterbrochen hat. "Wir werden das tun, was erforderlich ist und so lange, wie das notwendig ist."

Gemeint waren damit weitere Entlastungen für die Bürger:innen. So soll es zum Anfang kommenden Jahres eine große Wohngeldreform geben. Dabei werde unter anderem der Kreis der Berechtigten ausgeweitet.

"You'll Never Walk Alone", ist eine berühmte Stadionhymne des FC Liverpool. Außerdem erinnern die Worte von Scholz an die Aussage des damaligen EZB-Präsidenten Mario Draghi, der im Sommer 2012 die damalige Euro-Schuldenkrise mit einem Machtwort befriedete: "Die EZB wird alles tun, um den Euro zu retten". 

Staat steigt bei Uniper ein -  auf Kunden kommen Preiserhöhungen zu

Das Unternehmen Uniper sei von überragender Bedeutung für die Energieversorgung der Bürger und von Unternehmen, sagte Bundeskanzler Olaf Scholz am Freitag in Berlin. Auf Gaskunden kämen im Zuge des Rettungspakets Preiserhöhungen zu. Eine Umlage werde am 1. Oktober oder am 1. September kommen. Scholz nannte eine Höhe von 2 Cent pro Kilowattstunde.

Scholz machte deutlich, dass Deutschland sich nicht mehr auf Russland verlassen könne. "Deshalb fahren wir lieber auf Nummer sicher." Scholz verwies auf bereits beschlossene Maßnahmen, um den Gasverbrauch zu verringern. Man werde alles tun, damit man als Land durch diese Situation komme.

Energie-Sicherheitspaket

Gestern hatte Wirtschaftsminister Robert Habeck ein neues Energie-Sicherheitspaket angekündigt, nach dem die Vorgaben für Gas-Speicherstände erhöht werden sollen. Auch die Braunkohlereserven sollen aktiviert werden. Öffentliche Räume, wie Flure oder Eingangsfoyers, in denen man sich nicht länger aufhält, sollen im Winter nicht mehr geheizt werden. Weiter stehen Heitzungschecks, Block-Betriebsfereien und vermehrtes Home-Office in dem Programm.  

Russland liefert nach einer Wartung der Ostseepipeline Nord Stream 1 zwar wieder Gas, aber nur etwa 40 Prozent der theoretisch möglichen Auslastung.

Auch die EU-Kommission hatte eine Vorschlag vorgelegt, der neben dem Sparen darauf ausgerichtet ist, Gas durch andere Energieformen zu ersetzen. Am besten solle sofort damit begonnen werden, so die Kommission: Denn was im Sommer nicht verbraucht werde, stehe dann im Winter zur Verfügung. Allerdings sperren sich Griechenland, Portugal und Spanien gegen die Pläne, den Gasverbrauch zwischen Anfang August und Ende März um 15 Prozent zu senken.

***