Deutschland kalt erwischt? Gazprom reduziert Lieferung auf 20 Prozent

Die Endstation der russischen Gaslieferungen nach Deutschland in Lubmin (Archivfoto)
Die Endstation der russischen Gaslieferungen nach Deutschland in Lubmin (Archivfoto) Copyright JOHN MACDOUGALL/AFP or licensors
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Von Euronews mit dpa
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Als Grund nannte der russische Gazprom-Konzern eine weitere defekte Turbine für Nord Stream 1. Die deutsche Regierung betrachtet dies als einen Vorwand.

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Die Befürchtungen werden wahr: Der russische Gazprom-Konzern hat eine Halbierung der Gas-Lieferungen über Nord Stream 1 nach Deutschland um fünfzig Prozent angekündigt. Ab Mittwochmorgen würden nur noch 33 Millionen Kubikmeter Gas täglich nach Deutschland durchgeleitet, was fünfzig Prozent der aktuellen Menge entspricht.

Begründet wurde der Schritt mit der Reparatur einer weiteren Turbine für die Pipeline. Die deutsche Regierung hält dies für einen vorgeschobenen Grund. Das machte das Bundeswirtschaftsminsiterium über Twitter auch in einer ersten Reaktion auf die Ankündigung deutlich.

Seit Juni beträgt die nach Deutschland gelieferte Menge über Nord Stream 1 nur noch 40 Prozent der maximalen Durchleitung. Erst am Donnerstag endete eine zehntägige Wartungspause der Pipeline, während der gar kein Gas floss. 

Nach Angaben der Bundesnetzagentur waren die deutschen Gasspeicher Montagmittag zu 65,9 Prozent gefüllt.

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