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Pelosi beendet umstrittene Taiwan-Stippvisite, China beginnt Manöver

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Von Euronews mit dpa, AP
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Ein Plakat in Taipeh mit dem Pelosi willkommen geheißen wird.
Ein Plakat in Taipeh mit dem Pelosi willkommen geheißen wird.   -   Copyright  AP Photo/Chiang Ying-ying

Die Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, hat ihren umstrittenen Taiwanbesuch beendet und ist nach Südkorea weitergeflogen. Zum Abschluss ihres Aufenhaltes traf Pelosi Menschenrechtsaktivistinnen und -aktivisten. Sie besuchte auch das Nationale Museum für Menschenrechte.

Kishore Mahbubani, ehemaliger Präsident des UN-Sicherheitsrates, kritisierte Pelosis Alleingang: "Sie stiftet Unruhe in einer sehr, sehr heiklen Angelegenheit, in der Taiwan-Frage. Ich meine, dass der Besuch von Nancy Pelosi die Dinge noch viel schlimmer gemacht hat. Wir sollten also versuchen, den Frieden und die Ruhe in der Straße von Taiwan zu bewahren, denn das ist es, was alle asiatischen Staaten wollen. Und der beste Weg, das zu erreichen, ist, den Status quo beizubehalten, und dann wird der Frieden bleiben."

Pelosi traf auch die taiwanische Präsidentin Tsai Ing-wen und versicherte ihr die Unterstützung der USA. Man habe auch die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen den Ländern besprochen.

Großmanöver rund um Taiwan

Die Regierung in Peking, die Taiwan als Teil Chinas beansprucht, antwortete auf den Pelosi-Besuch mit dem größten militärischen Muskelspiel in der Region seit 1995. Bis kommenden Sonntag sind chinesische Manöver mit Schießübungen rund um Taiwan angekündigt, für die sechs Sperrgebiete ausgewiesen wurden.

Taiwan befürchtet jetzt eine See- und Luftblockade. Durch die Schaffung der Sperrzonen mussten bereits Dutzende Flüge verschoben oder abgesagt werden. Taiwan hat bereits begonnen, mit Japan und den Philippinen Ausweichrouten für die etablierten Schiffswege zu erörtern.

Ferner verbot die chinesische Regierung den Import von landwirtschaftlichen Produkten von mehr als 3000 taiwanischen Firmen.