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Spannungen halten an: Neue Militärmanöver von China und Taiwan

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Von Euronews  mit AFP, AP, dpa
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Vor dem Hintergrund des militärischen Drucks Chinas beginnt Taiwan mit einem eigenen Manöver, das jedoch bereits seit längerer Zeit angekündigt war.
Vor dem Hintergrund des militärischen Drucks Chinas beginnt Taiwan mit einem eigenen Manöver, das jedoch bereits seit längerer Zeit angekündigt war.   -   Copyright  AP Photo

Nach Tagen massiver chinesischer Militärmanöver hat Taiwan Übungen zur Abwehr eines möglichen Angriffs begonnen. Das Manöver war bereits seit längerer Zeit angekündigt. Bei der Übung wurden nach AFP-Angaben in Taiwans südlichstem Landkreis scharfe Artillerie-Munition und Leuchtraketen abgefeuert.

Taiwan hält regelmäßig Manöver ab, bei denen eine chinesische Invasion simuliert wird. Im Juli hatte das taiwanische Militär im Rahmen seiner größten jährlichen Übung die Abwehr von Angriffen aus dem Meer in einer "gemeinsamen Abfangoperation" geübt.

Peking verteidigt sein Vorgehen

Dass China die Insel Taiwan als Teil der Volksrepublik ansieht, machte der Sprecher Außenministeriums in Peking, Wang Wenbin, in einer Stellungnahme unmissverständlich deutlich: „Chinas Position ist legitim, angemessen und rechtmäßig, und unsere Maßnahmen sind entschlossen, stark und verhältnismäßig. (...) Sie zielen darauf ab, die Straftäter zu warnen und die Kräfte, die Taiwans Unabhängigkeit anstreben, zu bestrafen."

Der Sprecher erklärte zudem: "Wir werden Chinas Souveränität und territoriale Integrität standhaft schützen und die USA entschlossen davon abhalten, China mit der Taiwan-Frage in Schach zu halten. Die Illusion der taiwanischen Behörden, dass sie sich in ihrem Streben nach Unabhängigkeit auf die Unterstützung der USA verlassen könnten, werden wir entschlossen zunichte machen.“

Biden rechnet nicht mit Eskalation

Die chinesischen Militärübungen wurden auch am Dienstag fortgesetzt. Sie sollten ursprünglich bereits am Sonntag enden. US-Präsident Joe Biden zeigte sich zuversichtlich, dass China seine Manöver nicht ausweiten und die Lage nicht weiter eskalieren wird. Er sagte: "Ich mache mir keine Sorgen, doch ich bin beunruhigt, dass sie so weit gegangen sind. Aber ich glaube nicht, dass sie darüber hinaus gehen werden."

Vergangene Woche reiste die Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, nach Taiwan. Die chinesische Führung lehnt solche offiziellen Kontakte anderer Länder zu Taiwan ab. Als Reaktion auf den Besuch startete China seine Manöver.