Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

Beiruter Hafen: Am zweiten Jahrestag der Explosionen krachte es erneut

Access to the comments Kommentare
Von euronews
euronews_icons_loading
Staubwolken stieg auf, nachdem ein Teil des Speichers krachend zusammengesunken war
Staubwolken stieg auf, nachdem ein Teil des Speichers krachend zusammengesunken war   -   Copyright  Hussein Malla/Copyright 2022 The Associated Press. All right reserved

Am zweiten Jahrestag der verheerenden Explosionen im Hafen von Beirut ist abermals ein Teil eines Getreidespeichers eingestürzt. Bereits am Sonntag war ein Abschnitt des Gebäudes, das bei dem Unglück am 4. August 2020 erheblich beschädigt wurde, in sich zusammengesunken und hatte die Hafenanlagen in eine Staubwolke gehüllt. Viele fordern, das 48 Meter hohe Lager als Mahnmal zu erhalten. In dem Gebäude hatte es zuletzt gebrannt, Feuerwehr und Armee war es nicht gelungen, die Flammen zu löschen.

In der libanesischen Hauptstadt kam es am zweiten Jahrestag der Explosionen zu einem Gedenk- und Protestmarsch. Vor zwei Jahren verloren fast 220 Menschen ihr Leben, als im Beiruter Hafen unsachgemäß gelagerte Chemikalien detonierten. Die mächtige Druckwelle sorgte für große Schäden.

Dass es so weit kommen konnte, führen im Libanon viele auf politisches Versagen, Korruption und Misswirtschaft zurück. Mehrere Personen wurden anschließend festgenommen, darunter der Betriebsleiter des Hafens, eine grundlegende Aufklärung fand bisher nicht statt.