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US-Geheimdienste warnen Moskau vor Manipulation am Tatort in Oleniwka

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Von euronews
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Hochauflösendes Foto des Kriegsgefangenenlagers
Hochauflösendes Foto des Kriegsgefangenenlagers   -   Copyright  AP/Maxar Technologies

Russische Agenten sollen damit begonnen haben, den Tatort eines möglichen Kriegsverbrechens in der ost-ukrainischen Region Donezk zu manipulieren, um die Verantwortung am Tod von 53 ukrainischen Kriegsgefangenen der Regierung in Kyjiw in die Schuhe zu schieben. Das berichten Geheimdienstquellen der USA. 

Es wird vermutet, dass vor Ort anderswo gefundene Reste von HIMARS-Munition, ein von den USA an die Ukraine geliefertes Waffensystem, zu Täuschungszwecken ausgelegt werden könnten. Das gezielte Plazieren gegnerischer Munition ist ein Klassiker Moskauer Manipulationsversuche.

Die Ukraine hat bereits dementiert, das Gefangenenlager im russisch kontrollierten Oleniwka beschossen zu haben und beschuldigt Moskau des Massenmordes an den Gefangenen des Asow-Regiments.

Im Mai hatten russische Truppen die ukrainische Stadt Mariupol erobert, bis zu 2400 ukrainische Soldaten legten damals die Waffen nieder. Russland brachte die zahlreichen Kriegsgefangenen in mehrere Lager, über den genauen Verbleib der Menschen ist nur wenig bekannt.

Hochauflösende Satelliten-Bilder zeigen das Oleniwka-Lager vor und nach der Explosion Ende Juli. Die Analyse der Bilder legt nahe, dass Russland eine thermobarische Rakete eingesetzt haben könnte, so der Generalstaatsanwalt der Ukraine.

In Kiew versammelten sich Hinterbliebene der getöteten und verletzten Kriegsgefangenen, Präsident  Wolodymyr Selenskyj bezeichnete die Russische Föderation als Terror-Staat. In Oleniwka starben 53 Gefangene, 70 wurden verletzt. 

Das Internationale Rote Kreuz forderte Moskau auf, Informationen über den Verbleib aller Kriegsgefangenen an die Angehörigen zu übermitteln. Das Rote Kreuz fordert außerdem ungehinderten Zugang zu allen Kriegsgefangenenlagern, so wie es in interationalen Konventionen vereinbart ist.

Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Antonio Guterres, kündigte eine Untersuchungskomission an.