Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

Rhenus Pater läuft trocken: Niedrigwasser auf dem Rhein schadet der Binnenschifffahrt

Access to the comments Kommentare
Von euronews
euronews_icons_loading
Binnenschiff auf dem Rhein
Binnenschiff auf dem Rhein   -   Copyright  ARD / EVN (Videostandbild)

Der alte, meist mit einem Augenzwinkern hervorgebrachte Schifffahrtsspruch „Immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel" gewinnt auf dem Rhein zusehends an Ernsthaftigkeit. Denn der Fluss leidet wegen der Trockenheit unter Niedrigwasser. 2,50 Meter ist der ausreichende Pegelstand, in Kaub zwischen Bingen und Koblenz werden derzeit nur noch 51 Zentimeter gemessen. Für die Binnenschifffahrt wird es langsam kritisch.

Der Binnenschiffer Stephen Mnich sagt: „Das heißt, dass wir bei jeder Reise, bei jedem Auftrag, den wir annehmen, gucken müssen: Wie viel Wasser haben wir noch im Mittelrheinteil, hauptsächlich ist das so der Knackpunkt für uns."

„Befahrbarkeit des Rheines eingeschränkt"

„Analog der niedrigen Wasserstände ist die Befahrbarkeit des Rheines eingeschränkt, die Transportkapazität der Binnenschifffahrtsflotte ist entsprechend niedriger. Und das heißt also auch, dass alle diejenigen, die mit Gütern und Dienstleistungen von der Wasserstraße her rechnen, kalkulieren, entsprechend geringere Versorgungsmöglichkeiten haben“, erläutert Jörg Uwe Belz von der Bundesanstalt für Gewässerkunde.

Berechnungen der Kommission zur Hydrologie des Rheins sagen voraus, dass Niedrigwasser die durch sechs Länder laufende Wasserstraße in Zukunft häufiger betreffen könnte. Ihre Gleichung lautet: Höhere Temperaturen = eine dünnere Schneedecke auf den Alpengletschern = ein geringerer Schmelzwasserbeitrag für den Rhein.