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43 getötete Studenten in Mexiko: Ermittlungen gegen Ex-Generalstaatsanwalt

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Von Euronews  mit dpa
Ein Angehöriger der Opfer
Ein Angehöriger der Opfer   -   Copyright  Marco Ugarte/AP Photo

In Mexiko ist der frühere Generalstaatsanwalt Jesús Murillo Karam dem Bundesgericht in Mexiko-Stadt vorgeführt worden. Er wird mit dem Tod von 43 Studenten in Verbindung gebracht. Karam war als Generalstaatsanwalt von 2012 bis 2015 in dem mittelamerikanischen Land tätig.

Ihm werden im Zusammenhang mit dem Fall Entführung, Folter und Vergehen gegen die Justizverwaltung vorgeworfen. Karam war zu Beginn für die Ermittlungen zu der Entführung der Studenten verantwortlich.

Viele Bürger*innen sind entsetzt über die Tat. "Wir alle leiden unter dieser gewaltsamen Entführung", sagt der als Lehrer arbeitende Marcelino Rodarte. "Ein staatliches Verbrechen, das immer noch nicht bestraft wurde, weil es Jahre gedauert hat, bis diese Person verhaftet wurde. Und auch, weil dieses staatliche Verbrechen noch nicht aufgeklärt wurde."

Für die Angestellte Thelma Dominguez seien kommunale, staatliche und föderale Behörden beteiligt. "Also lasst sie die Härte des Gesetzes spüren. Ich glaube, alle Mexikaner wollen die Gewissheit haben, dass es in diesem Land Gerechtigkeit gibt und dass die Gesetze angewendet werden."

Eine sogenannte Wahrheitskommission bestätigte nun den Tod der Studenten. Es gebe keine Hoffnung mehr, sie noch lebend zu finden, hieß es. Für die Angehörigen ist das kaum zu ertragen. Die Eltern hatten acht Jahre gehofft, ihre Kinder doch noch lebend wieder zu sehen.