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Solidarität mit Sanna Marin nach geleakten Videos: "Weiter tanzen und Putin bekämpfen"

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Von Kirsten Ripper  & Euronews  mit AFP, AP
Finnlands Ministerpräsidentin Sanna Marin
Finnlands Ministerpräsidentin Sanna Marin   -   Copyright  Boris Grdanoski/Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved

Hunderttausende haben im Internet das neue Video angeklickt, auf dem Finnlands Ministerpräsidentin Sanna Marin wieder beim Tanzen zu sehen ist. (Weiter unten haben wir dieses Handy-Video eingebettet.) 

Inzwischen gibt es auch eine Welle der Solidarität mit Sanna Marin - und die Vermutung, dass russische Trolle hinter den geleakten Videos stehen. Russlands Nachbarland Finnland nimmt in der EU-Diskussion zum Einreise-Verbot für russische Touristinnen und Touristen eine harte Position ein. 

In der Szene des neuen Videos in einem Klub in Helsinki tanzt die 36-jährige Sozialdemokratin mit einem Mann, der nicht ihr Ehemann ist, sondern der Sänger Olavi Uusivirta. 

Der 39-jährige Musiker meldet sich am Samstag auf Instagram zu Wort und schreibt zu dem Video: "Hand aufs Herz, ich kann nur so sagen: Wir sind Freunde, und zwischen uns ist nichts Unangemessenes passiert. Ich werde die Angelegenheit nicht öffentlich kommentieren. Schönes Wochenende!"

Betrachterinnen und Betrachter des neuen Videos spekulieren darüber, ob darauf ein Kuss zu sehen ist. Ministerpräsidentin Sanna Marin sagte dazu auf einer Pressekonferenz, sie könne sich nicht an einen Kuss auf den Hals erinnern. Nach einem zuvor geleakten Video, auf dem Sanna Marin mit Freundinnen tanzt, hatte sie sich einem Drogentest unterzogen.

Im Internet gibt es inzwischen auch viel Solidarität mit der finnischen Regierungschefin. Die Sozialdemokratin ist die beliebteste Politikerin Finnlands.

Der liberale Europapolitiker Guy Verhofstadt aus Belgien schreibt auf Twitter, Sanna Marin solle weiter tanzen, Putin bekämpfen und sich nicht von russischen Trollen und Rechtspopulisten unterkriegen lassen, die "unsere Demokratien zu Fall bringen" wollten.

Russland-Experten vermuteten eine russische "Spezialoperation" hinter den Video-Leaks.

Frauen aus Dänemark und von anderswo posten Videos, in denen sie solidarisch mit Sanna Marin ebenfalls tanzen.