Kernkraftwerk Mochovce: Baubeginn 1987, Betriebsgenehmigung 2022

Betriebstürme des Kernkraftwerks Mochovce
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Die Anlage in der Slowakei darf ans Netz gehen. Widerstand gab und gibt es aus Österreich.

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Die slowakische Atomenergiebehörde hat dem dritten Reaktorblock des Kernkraftwerks Mochovce die Betriebsgenehmigung erteilt. Der Entscheidung war eine eingehende Untersuchung durch die Behörde sowie unabhängige Stellen vorausgegangen.

Die Anlage Mochovce liegt im Südwesten des Landes am Fluss Gran, einem Nebenstrom der Donau. Bei Nutzung der vollständigen Leistungsfähigkeit des dritten Reaktorblocks kann dieser rund 13 Prozent des Strombedarfs der Slowakei decken.

Bereits 1987 erfolgte der Spatenstich für die Arbeiten an dem Werk sowjetischer Bauart, wurden dann aber jahrelang nicht fortgesetzt, ehe Anfang November 2008 die Wiederaufnahme erfolgte. Die zunächst veranschlagten Kosten von rund drei Milliarden Euro haben sich verdoppelt. Betrieben wird das Werk vom Unternehmen SE, an dem der slowakische Staat 34 Prozent der Anteile hält.

Verzögert wurde die Erteilung der Betriebsgenehmigung durch den Widerstand eines österreichischen Umweltschutzvereins, der jahrelang gegen die Inbetriebnahme vorging und zuletzt im Februar Anzeige erstattete, da es einen Fälschungsskandal um minderwertige Rohrleitungen gegeben haben soll. Die Grenze zu Österreich liegt rund eineinhalb Autostunden von dem Kernkraftwerk entfernt.

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