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Junge Briten sehen die Monarchie skeptisch - nur 33 % befürworten sie

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Von Euronews
Jungen Menschen in Großbritannien stehen der Monarchie skeptischer gegenüber.
Jungen Menschen in Großbritannien stehen der Monarchie skeptischer gegenüber.   -   Copyright  -Screenshot- FRFT/EBU

Großbritannien scheint in der Trauer um die Königin geeint, aber junge Menschen sind in Bezug auf die Monarchie gespaltener als die ältere Generationen.

Nur 33 Prozent der 18- bis 24-Jährigen befürworten die Monarchie, in der Geamtbevölkerung sind es einer aktuellen YouGov-Umfrage zufolge etwa doppelt so viele, 62 Prozent.

41 Prozent der 18- bis 24-Jährigen würde laut der jährlich durchgeführten Umfrage ein gewähltes Staatsoberhaupt mit mehr Befugnissen vorziehen. Eine Zahl, die laut YouGov jährlich steigt und ein Trend, der die Kluft zwischen den Anliegen der neuen Generationen und der königlichen Tradition widerspiegeln könnte. 

"Wenn die Unsicherheit und Ungleichheit zunehmen und eine Familie einen so großen Anteil des Landes besitzt, könnte das Land meiner Meinung nach besser genutzt werden", sagte eine junge Frau. "Ihre Traditionen sind veraltet. Und vielleicht könnte das Geld, das wir ihnen geben, besser verwendet werden", meint eine andere.

Obwohl die Zahlen zeigen, dass die Haltung der britischen Jugend gegenüber der Monarchie skeptischer ausfällt, versammelten sich dennoch viele von ihnen nach dem Tod der Queen mit Blumen vor Buckingham-Palast.

"Es macht uns einzigartig, es gibt uns Werte, an die wir glauben können und die uns von anderen Ländern unterscheiden", sagt ein junger Mann auf die Monarchie angesprochen. "Ich möchte, dass die Monarchie fortbesteht, vielleicht nicht mit Charles, aber die Monarchie ist eine Stärke", sagt ein anderer. 

Aber auch in der Gesamtbevölkerung sinken Bebliebtheit und Zustimmung. Sprachen sich 2012 noch fast drei Viertel, nämlich 73 Prozent, für die Monarchie aus, sind es 2022 nur noch 62 Prozent.

Und erstmals sind zuem mehr Menschen vom mittelfristigen Ende der Monarchie überzeugt als von deren Fortbestand. 41 Prozent sind der Ansicht, dass es in 100 Jahren kein gekröntes Staatsoberhaupt mehr gibt. 

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