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Ukrainische Armee gewinnt weiter Boden

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Von Julika Herzog  mit dpa, AP, AFP
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Osten der Ukraine
Osten der Ukraine   -   Copyright  AP Photo/SERGEY BOBOK

Der Vormarsch der ukrainischen Armee im Osten des Landes geht nach Angaben aus Kiew weiter. Die ukrainische Armee hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj seit Anfang September mehr als 6000 Quadratkilometer Land von den russischen Besatzern zurückerobert. "Unsere Truppen bleiben in Bewegung", sagte er am Montagabend in Kiew.

Ukrainische Gegenoffensive zeigt weiter Erfolge

Die ukrainischen Truppen durchkämmen die zurückeroberten Gebiete im Osten nach Kollaborateuren der russischen Besatzungsmacht. Außerdem würden Minen geräumt, teilte der ukrainische Generalstab in seinem Lagebericht vom Montagabend mit.

Die russischen Truppen wurden im Gebiet Charkiw weitgehend in die Flucht geschlagen. Die Russen ließen dabei viele Waffen und schweres Material zurück.

Einheimische, die den Abzug der russischen Streitkräfte erlebt haben, berichten von ihren Erfahrungen:

"Die Russen sind geflohen. Am Abend, nein, Nachts um 01:30 Uhr begann der Beschuss und sie haben die Gebäude abgebrannt, in denen sie stationiert waren. Sie haben ihre Spuren verwischt. Da haben wir verstanden, dass sie abziehen und besiegt sind", so eine Einwohnerin von Isjum.

Die Russen haben ihre Spuren verwischt. Da haben wir verstanden, dass sie abziehen und besiegt sind
Einwohnerin von Isjum

"Am Morgen waren die Russen noch da, am nächsten Morgen schon die Ukrainer. Ich bin mehr als glücklich. Mir fehlen die Worte, um meine Gefühle zu beschreiben", beschreibt ein Mann.

Hoffnungen auf eine militärische Wende

Nach Monaten kaum wahrnehmbarer Bewegungen auf dem Schlachtfeld, lässt das Vorrücken der ukrainischen Armee und der Rückzug russischer Soldaten eine Wende im Krieg möglich erscheinen.

Insgesamt seien mehr als 20 Ortschaften innerhalb von 24 Stunden zurückerobert worden, so Kiew. Es gibt auch Berichte über ein erstes Vorrücken der Ukrainer auf das Geb iet der sogenannten Volksrepublik Donezk.

 

In der Stadt Lyman, einem wichtigen Eisenbahnknotenpunkt im Donbass, sagen die Streitkräfte der selbsternannten Volksrepubliken Donezk und Luhansk, sie hätten gemeinsam mit den russischen Truppen weiter die Kontrolle.

Trotz der allgemeinen Euphorie über die umfangreichen Geländegewinne steigen die ukrainischen Verluste. Nach ukrainischen Angaben wurden bei einer Reihe russischer Angriffe in neun Regionen des Landes mindestens vier Zivilisten getötet und elf weitere verletzt.