Truss-Nachfolge: Mordaunt, Sunak - oder Johnson 2.0?

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Von Cecilia Cacciotto
Finanzminister unter Boris Johnson und aussichtsreicher Kandidat auf die Truss-Nachfolge: Rishi Sunak
Finanzminister unter Boris Johnson und aussichtsreicher Kandidat auf die Truss-Nachfolge: Rishi Sunak   -   Copyright  AP Photo/Kirsty Wigglesworth

Boris ist zurück, aus dem Karibikurlaub, und vielleicht auch bald in der Downing Street No.10. Zumindest steht der britische Ex-Premier laut eines Parteikollegen in den Startlöchern für eine erneute Kandidatur um das Amt an der Regierungsspitze, Johnson «sei bereit» und wolle antreten. 

Die für Parlamentsfragen zuständige Ministerin Penny Mordaunt hatte schon am Freitag ihre Kandidatur offiziell angekündigt. Als einer der aussichtsreichsten Bewerber gilt der ehemalige Finanzminister Rishi Sunak der über den nötigen Rückhalt in seiner Partei haben soll.

Die Konservativen wollen die aktuelle Regierungskrise möglichst schnell beenden und mit einer neuen Spitze in ruhigeres Fahrwasser kommen. Sie haben ein Schnellverfahren angekündigt, so dass die Nachfolge auf Liz Truss spätestens am kommenden Freitag feststehen soll.

Die Truss-Nachfolge könnte schon Ende nächster Woche geregelt sein

Um ins Rennen für den Spitzenjob zu gehen, brauchen Kandidaten den Rückhalt von mindestens 100 Parlamentariern, Sunak als auch Boris Johnson haben genügend Unterstützer beisammen. Erhalten mehr als zwei Kandidaten die Unterstützung von 100 Abgeordneten, soll bei Abstimmungen in der Fraktion der Kreis verkleinert werden. Gibt es danach noch zwei Finalisten, kann die Parteibasis im Laufe der Woche in einem Online-Votum abstimmen. Die Entscheidung könnte auch schon früher als Freitag fallen, falls sich ein Kandidat freiwillig zurückzieht. Noch bis Montagnachmittag können Nominierungen eingehen.

Johnson 2.0?

Mehrere Kabinettsmitglieder haben sich bereits für den Skandalpolitiker ausgesprochen. Angesichts verheerender Umfragewerte für die Partei gilt Johnson einigen Tories als einziger Kandidat, der das Ruder wieder herumreißen könnte. Andere warnen lautstark vor einer Ära Johnson 2.0. - immerhin hatte die Partei den 58-Jährigen erst vor wenigen Wochen nach etlichen Skandalen und Verstößen aus dem Amt gedrängt. Derzeit läuft noch eine parlamentarische Untersuchung dazu, ob Johnson während der «Partygate»-Affäre das Parlament belogen hat. Dies wäre ein K.o.-Kriterium für ein Regierungsamt.

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