Wichtiger Energie-Baustein der EU: Unterseekabel aus dem Südkaukasus

Feierliche Zeremonie im Präsidentenpalast von Bukarest mit von der Leyen, Orban und Iohannis
Feierliche Zeremonie im Präsidentenpalast von Bukarest mit von der Leyen, Orban und Iohannis Copyright Vadim Ghirda/Copyright 2022 The AP. All rights reserved.
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Von Euronews mit EFE, dpa
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Die Staats- und Regierungschefs von Rumänien, Aserbaidschan, Georgien und Ungarn haben ein Abkommen über den Bau eines unterseeischen Elektrizitätskabels unter dem Schwarzen Meer unterzeichnet.

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Im Präsidentenpalast von Bukarest haben die Länder Rumänien, Aserbaidschan, Georgien und Ungarn ein Energieabkommen unterzeichnet. Zu Gast war auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. 

Ziel des Abkommens ist eine strategische Partnerschaft im Bereich der Entwicklung und Übertragung von grüner Energie.

Anwesend war auch Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europüäischen Kommission. Sie sagte zum Hintergrund des Projekts: "Seit Beginn des russischen Krieges haben wir beschlossen, uns von den russischen fossilen Brennstoffen zu verabschieden und unsere Optionen auf verlässliche Partner im Energiebereich, wie die hier Anwesenden, auszuweiten. Und das funktioniert."

Im Zentrum des Abkommens steht ein Unterseekabel zur Versorgung Europas mit Strom aus Aserbaidschan, das in drei bis vier Jahren verlegt sein soll.

Es werde die EU mit beiden Seiten des Schwarzen Meeres verbinden und darüber hinaus bis in die Region des Kaspischen Meeres reichen, sagte von der Leyen. Es diene sowohl dem Energietransfer als auch der digitalen Kommunikation.

Nach Angaben von von der Leyen und des rumänischen Präsidenten Klaus Iohannis wird das Unterseekabel auch der Republik Moldau und der Ukraine zugute kommen, deren Energiesicherheit durch die Stromabschaltungen von Gazprom und die russischen Bombardierungen des ukrainischen Netzes beeinträchtigt ist.

Laut dem aserbaidschanischen Präsidenten Ilham Aliyev produziert Aserbaidschan derzeit 27 Gigawatt Wind- und Solarenergie und entwickelt Projekte, die diese Kapazität bis Ende 2027 um 4 Gigawatt erhöhen sollen.

Georgien und Aserbaidschan liegen am Kaukasus-Gebirge. Beide Länder verfügen über ein beträchtliches Potenzial an Wasserkraft. Georgien und Rumänien liegen am Schwarzen Meer, während Ungarn an Rumänien grenzt.

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