Zuchterfolg: Gefährdete Kraniche leben wieder in Thailands Wildnis

Thaikraniche, eine Unterart der Saruskraniche, werden in der thailändischen Provinz Buriram wieder ausgewildert
Thaikraniche, eine Unterart der Saruskraniche, werden in der thailändischen Provinz Buriram wieder ausgewildert Copyright AP Photo
Von Cornelia Trefflich mit AFP
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Mit vereinten Kräften eines thailändischen Zoos, Thailands Regierung und den Vereinten Nationen gelang es, im Land ein Zuchtprogramm aufzubauen.

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Diese 13 Saruskraniche fliegen im Sonnenaufgang einem Leben in Freiheit entgegen - ein Versuch, die gefährdete Art wieder in Thailand zu etablieren. Mehr als 50 Jahre ist es her, dass die thailändische Unterart imposanten Vögel hier in freier Wildbahn gesichtet wurden, seitdem konnten Interessierte die Vögel nur in Zoos bestaunen.

Mit vereinten Kräften eines thailändischen Zoos, Thailands Regierung und den Vereinten Nationen gelang es, im Land ein Zuchtprogramm aufzubauen, mit aus Kambodscha gespendeten Vögeln.

2011 wurden die ersten Saruskraniche des Zuchtprogramms, die von der Weltnaturschutzunion IUCN als “gefährdet” eingestuft werden, in die Wildnis Thailands entlassen.

"Die Saruskraniche sind friedliche Wasservögel. Sie können sich überall dort aufhalten, wo es reichlich Nahrung gibt, aber es Problem ist die intensive Landwirtschaft. Dadurch schrumpft ihr Lebensraum, einschließlich der sicheren Umgebung und des Nahrungsangebots, was sich auf die Fortpflanzung auswirkt und die Gefahr des Aussterbens mit sich bringt", sagt Zoo-Direktor des Nakhon Ratchasima Zoos, Thanachon Kensing.

Aufklärung der Einheimischen ist wichtig für Erfolg des Auswilderungsprojekts

In großen Boxen erreichen die neugierigen Vögel da Huai Chorakhe Mak Schutzgebiet - die Endstation einer langen Reise für die Forscher, die die Kraniche vom Schlüpfen herangezogen und langsam auf ein Leben in der Wildnis vorbereitet haben.

Ein wichtiger Teil des Programms besteht darin, Menschen vor Ort über die Bedeutung der Vögel und die Umwelt aufzuklären, dafür wurde eigens ein Lernzentrum eingerichtet. Der Huai Chorakhe Mak Stausee wurde unter anderem wegen seines natürlichen Vorkommens an Wasserkastanien ausgewählt - eine wichtige Nahrungsquelle für Kraniche in der Trockenzeit. 

"Es ist schwierig, die Einstellung der Dorfbewohner zu ändern", gibt Zoodriektor Thanachon zu, aber "wenn wir mit ihnen kommunizieren können, wird dieses Projekt erfolgreich sein."

Thailändische Saruskraniche locken Touristen an

Die Provinz Buriram sei der einzige Ort, an dem die thailändischen Saruskraniche leben und sich selbständig fortpflanzen können", ist Gouverneur Chaiwat Chuntirapong überzeugt:

"Heutzutage wissen wir, dass Menschen und Vögel voneinander abhängig sind. Das bedeutet, dass die Vögel Touristen in das Gebiet locken werden, weil es der einzige Ort in Thailand ist, an dem der Thaikranich leben und sich selbständig fortpflanzen kann."

60 bis 70 Prozent der Vögel überleben Schätzungen zufolge in freier Wildbahn, ein großer Erfolg der Zuchtprogramms, meint einer der Forscher, während er seinen grau gefiederten Schützlingen nachschaut, die über das glitzernde Wasser entschwinden.

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