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Keine weiteren Führungspositionen: Sanna Marin reicht Rücktritt ein

Sanna Marin überreicht ihr Rücktrittsgesuch
Sanna Marin überreicht ihr Rücktrittsgesuch Copyright Markku Ulander/Lehtikuva
Copyright Markku Ulander/Lehtikuva
Von Euronews mit EBU/YLE/DPA
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Marin bleibt bis zu neuer Regierungsbildung geschäftsführend im Amt. Wahlsieger Petteri Orpo will nach Ostern Gespräche aufnehmen.

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Nach ihrer Niederlage bei der Parlamentswahl in Finnland hat Ministerpräsidentin Sanna Marin am Donnerstag ihr Rücktrittsgesuch bei Präsident Sauli Niinistö den Rücktritt ihrer Regierung eingereicht. Präsident Sauli Niinistö akzeptierte das Gesuch.

Regierungswechsel in Helsinki

Die 37 Jahre alte Sozialdemokratin wird jedoch geschäftsführend im Amt bleiben, bis ihr Nachfolger gefunden ist. Ihre Sozialdemokraten waren bei der jüngsten Wahl nur noch drittstärkste Kraft hinter der konservativen Nationalen Sammlungspartei und der rechtspopulistischen Partei Die Finnen geworden.

Damit bahnt sich ein Regierungswechsel in Helsinki an. Der konservative Wahlsieger Petteri Orpo will nach Ostern Gespräche mit allen Parteien über eine mögliche neue Regierungskoalition führen.

Marin hatte am Mittwoch angekündigt, ihren Posten als Vorsitzende der Sozialdemokraten auf einem Parteitag im September zu räumen. Im Anschluss will sie als normale Abgeordnete im Parlament in Helsinki weitermachen.

Sie werde sich bei einem Parteitag im September nicht mehr zur Wahl als Vorsitzende der Partei stellen, sagte Marin. Dieser Entschluss sei nach dem Ergebnis der Parlamentswahl am Sonntag gereift.

Es seien schwierige Jahre gewesen, nun habe sie die Möglichkeit, zur Seite zu treten, sagte Marin. Sie werde dennoch die Verhandlungen über eine Regierungsbeteiligung ihrer Partei führen. 

Keine weiteren Führungsposten für Sanna Marin

Ein internationaler Posten sei ihr nicht angeboten worden, sagte sie zu Spekulationen, sie könnte nach der Wahlniederlage eine Position im europäischen Ausland anstreben. Auch als Kandidatin für die finnische Präsidentenwahl Anfang 2024, bei der ein Nachfolger von Präsident Sauli Niinistö gesucht wird, stehe sie nicht zur Verfügung. 

Marin ist seit Ende 2019 finnische Ministerpräsidentin, sie führt eine aus fünf Parteien bestehende Mitte-links-Koalition und erfreute sich eigentlich großer Beliebtheit. Marins Gegner warfen ihr vor, die staatliche Verschuldung in die Höhe getrieben zu haben.

Damit punkteten sowohl die konservative Nationale Sammlungspartei von Orpo als auch die rechtspopulistische, nationalkonservative Partei Die Finnen um ihre Vorsitzende Riikka Purra.

Erst am Mitt war Finnland unter dem Eindruck des UKrainekrieges als 31. Mitglied dem Nordatlantischen Bündnis beigtreten.

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