Präsidenten auf der Anklagebank: Trump ist nicht allein

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Von Sophia Khatsenkova
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Auch ein deutscher Präsident hat es schon in den Gerichtssaal auf die Anklagebank geschafft.

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Donald Trump ist der erste ehemalige US-Präsident, der strafrechtlich verfolgt wird.

Der Republikaner plädierte bei den 34 Anklagepunkten auf nicht schuldig.

Die Anklage beruht auf einer Schweigegeldzahlung an die Pornodarstellerin Stormy Daniels während Trumps Präsidentschaftswahlkampf 2016.

Aber obwohl Trump der erste US-Präsident ist, der strafrechtlich verfolgt wird, so ist er auf der internationalen Bühne nicht allein.

Viele andere Demokratien haben ihre gegenwärtigen oder ehemaligen Präsidenten unter Anklage gestellt.

Laut Axios wurden Staatsmänner, die ihr Amt seit dem Jahr 2000 niedergelegt haben, in mindestens 78 Ländern, darunter auch in Europa, inhaftiert oder zumindest strafrechtlich verfolgt.

In Kroatien wurde der ehemalige Regierungschef Ivo Sanader der Korruption für schuldig befunden und zu 8 Jahren Gefängnis verurteilt. Derzeit verbüßt er seine Strafe.

In Frankreich wurden zwei ehemalige Präsidenten angeklagt.

Jacques Chirac wurde 2011 wegen Korruption zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe verurteilt.

Er wurde auch wegen Einflussnahme, Vertrauensbruch und Unterschlagung während seiner Zeit als Bürgermeister von Paris für schuldig befunden.

Nicolas Sarkozy war 2021 in Korruption verwickelt. Er wurde zu drei Jahren Gefängnis verurteilt, davon zwei auf Bewährung. Gegen dieses Urteil hat er Berufung einlegt.

In Deutschland ist es Christian Wulff. Der ehemalige Bundespräsident wurde vor Gericht gestellt, nachdem er beschuldigt worden war, im Amt Gefälligkeiten entgegengenommen zu haben. 2014 wurde er für nicht schuldig befunden.

In Italien wurde der ehemalige Regierungschef Silvio Berlusconi in drei Prozessen in den Jahren 2021, 2022 und 2023 vom Vorwurf der Bestechung freigesprochen.

Seit seinem Eintritt in die Politik im Jahr 1994 hat er sich mehr als 30 Strafverfahren gestellt.

In Portugal wurde der frühere Ministerpräsident Jose Socrates wegen Korruption angeklagt. Ein Richter wies diese Anklage im Jahr 2021 ab, ließ jedoch eine geringere wegen Geldwäsche bestehen.

Aber die Region, in der die meisten Staatsmänner vor Gericht gestellt werden, ist Lateinamerika.

In Peru zum Beispiel wurde jeder Präsident bis auf einen, der seit 1985 im Amt war, verhaftet oder zumindest angeklagt.

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