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Kurz vor Schluss: AKW-Gegner fordern Ende der Atomkraft auch im übrigen Europa

Das Atomkraftwerk Isar 2 in Essenbach, Bayern, 15. April 2023
Das Atomkraftwerk Isar 2 in Essenbach, Bayern, 15. April 2023 Copyright Armin Weigel/(c) Copyright 2023, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Copyright Armin Weigel/(c) Copyright 2023, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Von Kristina Jovanovski
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Die Abschaltung steht unmittelbar bevor. Sie betrifft ein AKW in Bayern, eines im Emsland und eines in Baden-Württemberg. Einige Politiker sprechen sich mit Blick auf die Stromversorgung weiter gegen die Abschaltung aus. Andere sind erleichtert.

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In der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt Kiel haben Atomkraftgegner für die bevorstehende Abschaltung der drei verbliebenen Atomkraftwerke in Deutschland demonstriert. Die Abschaltung steht unmittelbar bevor. Sie betrifft ein AKW in Bayern, eines im Emsland und eines in Baden-Württemberg. Doch was ist mit dem Rest Europas?

Einige deutsche Politiker sprechen sich mit Blick auf die Stromversorgung weiter gegen die Abschaltung aus, so der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Die Umweltschutzorganisation BUND warnt vor den Folgen der Atomkraftnutzung, so Martina Gremler, dort verantwortlich für PR. 

"Wir glauben, dass es falsch ist, eine mit hohen Risiken verbundene Technologie zu nutzen, die wir nicht vollkommen kontrollieren können und für die wir keine Zwischen- oder gar Endlager haben."

Der Entschluss zum Ausstieg kam nach der Katastrophe von Fukushima

Seit dem Entschluss, aus der Kernenergie auszusteigen, hat sich die Nutzung erneuerbarer Energie in Deutschland deutlich verstärkt.

Die Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima im Jahr 2011 hatte Sicherheitsbedenken geschürt, auch unter Befürwortern der Atomkraft.

Die damalige Bundesregierung beschloss daraufin das Ende der AKW zum Ende des Jahres 2022. Nach dem Überfall Russlands auf die Ukraine und der berüchteten Energieknappheit jedoch wurde der Ausstieg um einige Monate verschoben.

euronews-Reporterin Kristina Jovanovski in Kiel dazu: 

"Krtiker führen an, die Stromgewinnung aus Atomkraft könne die Energiekosten der deutschen Industrie dämpfen. Alternative Stromquellen müssten deutilch augebaut werden. Deren Bau aber brauche Zeit und sei nicht sofort umsetzbar."

CDU-Abgeordneter: alternative Formen der Energiegewinnung noch im Aufbau

Klaus Wiener von der CDU ist Mitglied der Unionsfraktion im Deutschen Bundestag. Er sagt: 

“Erneuerbare Energien werden in Deutschland eine große Rolle spielen. Meine Sorge ist, dass dies noch dauern wird. Wir brauchen angesichts der laufenden Transformation riesige Mengen an Energie. Der Ausbau der Erneuerbaren wird also noch Jahre in Anspruch nehmen, meiner Meinung nach noch gut zehn Jahre."

Gegner der Atomkraft sehen die Abschaltung der AKW als großen Erfolg. Gegen den Ausbau der Kernenergie im übrigen Europa wollen sie weiter vorgehen.

"Statt das Geld für AKW auszugeben und noch mehr Atommüll zu produzieren, sollten wir die Mittel besser in die Entwicklung erneuerbarer Energien investieren. Die sind besser und sauberer", so Martina Gremler vom BUND.

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