Wo kommt die ukrainische Gegenoffensive: Saporischschja oder Cherson?

Sasha Vakulina
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Von Oleksandra Vakulina
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Russische Besatzungsvertreter und Militärblogger haben ihre Prognosen zu einer möglichen ukrainischen Gegenoffensive deutlich geändert. Statt von Saporischschja ist nun von der Region Cherson die Rede.

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Ukrainischen Angaben zufolge setzen die russischen Streitkräfte ihre Verteidigungsbemühungen im Süden der Ukraine fort.

Natalja Gumenjuk, die Sprecherin der südukrainischen Verteidigungskräfte, erklärte, dass russische Einheiten das Ostufer des Flusses Dnipro in der Region Cherson in Vorbereitung auf eine mögliche ukrainische Gegenoffensive vermint haben.

Neue Prognose: Saporischschja oder Cherson?

Einige russische Besatzungsvertreter und Militärblogger haben ihre Prognosen zu einer möglichen ukrainischen Gegenoffensive deutlich geändert.

Statt vor einer möglichen ukrainischen Gegenoffensive in der Region Saporischschja wird nun vor einem ukrainischen Gegenangriff in der Region Cherson gewarnt.

Der von Moskau eingesetzte Gouverneur des besetzten Gebiets Cherson, Wladimir Saldo, erklärte am 18. April, die ukrainische Armee hätte nicht näher bezeichnete Kräfte am Westufer der Region Cherson konzentriert und die Bereitschaft signalisiert, den Fluss Dnipro zu überqueren.

Saldo erteilte den Befehl, Boote von zivilen Eigentümern "für den Bedarf des russischen Militärs" zu beschlagnahmen.

Russische Militärblogger warnen seit Oktober vor Gegenoffensive in Saporischschja

Russische Militärblogger schlossen aus Saldos Behauptungen, es sei davon auszugehen, dass die ukrainischen Streitkräfte sich darauf vorbereiten, einen Brückenkopf über den Fluss Dnipro zu errichten.

Saldos Behauptung fällt mit dem jüngsten Besuch von Wladimir Putin auf der Arabat-Nehrung im russisch besetzten Hinterland in der Region Cherson zusammen, gut 130 km von der nächsten Frontlinie entfernt, um die Vorbereitungen für eine mögliche ukrainische Gegenoffensive zu überprüfen.

Das ISW erklärt dazu: Russische Militärblogger hätten schon öfter behauptet, die ukrainischen Streitkräfte würden sich für eine Gegenoffensive in der Region Saporischschja sammeln - und seit Oktober 2022 vor bevorstehenden Gegenoffensiven gewarnt.

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