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Stoltenberg in Kiew: "Der Ukraine steht ein Platz in der Nato zu"

Selenskyj begrüßt Jens Stoltenberg in Kiew
Selenskyj begrüßt Jens Stoltenberg in Kiew Copyright AP/Ukrainian Presidential Press Office
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Von Euronews mit dpa
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Bei seinem ersten Ukraine-Besuch seit Kriegsbeginn sicherte Nato-Generalsekretär Stoltenberg Kiew die Hilfe des Militärbündnisses zu. Stoltenberg zufolge haben die Nato-Staaten seit Kriegsbeginn bereits umgerechnet über 136 Milliarden Euro an Militärhilfe bereitgestellt.

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Bei seinem ersten Besuch in der Ukraine seit dem russischen Einmarsch hat Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg Kiew die Hilfe des Militärbündnisses "so lange wie nötig" zugesichert. "Der Ukraine steht ein Platz in der Nato zu", sagte der 64-Jährige auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj am Donnerstag in Kiew.

Das Hauptaugenmerk des Bündnisses, der Nato-Verbündeten, liege jetzt darauf, "sicherzustellen, dass die Ukraine sich durchsetzt", so Stoltenberg. Es solle sichergestellt werden, dass die Ukraine "weiterhin eine souveräne, unabhängige, demokratische Nation in Europa ist". Denn das sei der einzige Weg, "um eine sinnvolle Diskussion über die zukünftige Mitgliedschaft der Ukraine zu führen", erklärte der Generalsekretär der Nato.

Selenskyj spricht über Perspektive eines Beitritts

Dem Generalsekretär zufolge haben die Nato-Staaten seit Kriegsbeginn umgerechnet über 136 Milliarden Euro an Militärhilfe bereitgestellt. Stoltenberg besichtigte bei seinem Besuch auch die Kiewer Vororte Irpin und Butscha, die im Frühjahr 2022 von russischen Truppen besetzt waren und wo später die Leichen Hunderter Zivilisten gefunden worden waren.

Selenskyj bedankte sich für die durch Stoltenberg persönlich ausgesprochene Einladung zum Nato-Gipfel in Vilnius im Juli. "Für die Staatsführer ist die Zeit gekommen, die Perspektive eines Nato-Beitritts für die Ukraine zu bestimmen", sagte der 45-Jährige. Die Ukraine benötige auf dem Weg zur Nato-Mitgliedschaft auch Sicherheitsgarantien durch die Militärallianz.

Stoltenberg reist weiter nach Ramstein

Es gebe keinen objektiven Grund, so Selenskyj, "der die Annahme politischer Entscheidungen über die Einladung der Ukraine in die Allianz verhindern würde". Jetzt, wo die Mehrheit der Menschen in Nato-Ländern und die Mehrheit der Ukrainer den Beitritt unseres Landes zum Bündnis unterstützen, ist es an der Zeit, die entsprechende Entscheidung zu treffen", sagte der ukrainische Präsident.

Einer der Programmpunkte des Besuchs war die Ehrung von gefallenen ukrainischen Soldaten an einem Kloster. Weitere Einzelheiten zu dem Aufenthalt wurden zunächst nicht veröffentlicht - aus Gründen der Geheimhaltung, hieß es seitens des ukrainischen Verteidigungsministeriums. Am Freitag wird Stoltenberg an einem Treffen der Ukraine-Kontaktgruppe im deutschen Ramstein teilnehmen.

"Den Kreislauf der russischen Aggression durchbrechen"

Zuletzt plädierte der Norweger für einen harten Kurs gegenüber Moskau: "Wir dürfen nicht zulassen, dass Russland weiter die europäische Sicherheit untergräbt." Man müsse den "Kreislauf der russischen Aggression durchbrechen" und dafür sorgen, "dass sich die Geschichte nicht wiederholt".

Die Ukraine wehrt seit knapp 14 Monaten mit westlicher Unterstützung eine russische Invasion ab. Von der Nato erhält Kiew neben Waffen, Munition und Ausbildung auch Aufklärungsdaten. Eines der Kriegsziele Russlands ist die Verhinderung eines NATO-Beitritts der Ukraine.

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