Russland als "latente Bedrohung": Schweden nimmt Berichte über Kreml-Spionage sehr ernst

Schwedens Ministerpräsident Ulf Kristersson (l.) und Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg
Schwedens Ministerpräsident Ulf Kristersson (l.) und Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg Copyright Jonas Ekstromer/TT/AP
Von Euronews mit dpa
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Die Regierungen Schwedens sowie Norwegens sind wegen möglicher russischer Spionage in der Nordsee in Alarmbereitschaft. Moskau bestreitet die Vorwürfe.

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Die Regierungen Schwedens und Norwegens sind wegen möglicher russischer Spionage in der Nordsee in Alarmbereitschaft. In einem Dokumentarfilm nordischer Rundfunksender wird Moskau beschuldigt, in der Region Daten über kritische Infrastruktur zu sammeln und Sabotageakte vorzubereiten.

Dies bestätige, was man schon lange wisse, "nämlich dass Russland nicht nur jetzt eine akute Bedrohung für die Sicherheit, den Frieden und die Freiheit der Ukraine darstellt", sagt der schwedische Ministerpräsident Ulf Kristersson. Es sei auch eine "latente Bedrohung für andere Länder in unserer Nachbarschaft, einschließlich uns selbst". Das sei nichts Neues für Schweden, erklärt Kristersson, doch dafür gebe es die schwedischen Verteidigungsstreitkräfte. Und dann "gibt es manchmal Ereignisse, auf die wir reagieren müssen. Aber darauf werde ich jetzt nicht eingehen".

Peskow: Russland wird ohne Grund beschuldigt

"Diese Medien der genannten Länder liegen mit ihren Untersuchungen falsch und ziehen es wieder einmal vor, Russland ohne Grund zu beschuldigen", sagt Peskow. Man würde es vorziehen, "wenn sie dem Terroranschlag auf die Nord Stream-Pipelines und der Notwendigkeit einer transparenten, dringenden und umfassenden internationalen Untersuchung dieser beispiellosen Terror- und Sabotageakte mehr Aufmerksamkeit schenken würden", so der Pressesprecher der russischen Regierung.

Ende September 2022 war es in der Nähe der dänischen Ostsee-Insel Bornholm zu Explosionen an den Gasleitungen Nord Stream 1 und 2 gekommen. Vier Lecks entstanden an den Pipelines. Die Behörden gehen von Sabotage aus. Trotz Ermittlungen deutscher, dänischer und schwedischer Behörden ist bis heute unklar, wer dafür verantwortlich ist. Zuletzt hatte die Zeitung «Information» berichtet, ein dänisches Patrouillenboot habe vier Tage vor den Explosionen 112 Fotos von russischen Schiffen in der Nähe der Pipelines gemacht.

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