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Dürre und Wassermangel in Frankreich: Wird 2023 schlimmer als das Höllenjahr 2022?

Flüsse verwandeln sich in Rinnsale
Flüsse verwandeln sich in Rinnsale Copyright Héloïse Urvoy
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Von Heloise Urvoy
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2022 war das wärmste Jahr in Frankreich seit Beginn der Messungen - mit Warnstufen und Wasserbeschränkungen im Juli. 2023 dürfte noch schlimmer werden. In Südfrankreich gilt schon jetzt Alarmstufe Rot.

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Fast ein Drittel Europas ist derzeit von einer frühzeitigen Dürre betroffen und 10% des Kontinents befinden sich bereits in einer Wasserkrise, so die Europäische Dürrebeobachtungsstelle.

Auch ein großer Teil Südfrankreichs ist betroffen. Im Departement Gard hat die Präfektur bereits im Mai die höchste Alarmstufe für Wasserbeschränkungen ausgerufen. 

Regendefizit von 40 bis 50 %

Sébastien Ferra von der Direction Départementale des Derritoires et de la Mer sagt: "Seit Anfang des Jahres sind wir sehr beunruhigt, weil wir seit September ein Regendefizit von 40 bis 50 % haben. 

Trotz der Gewitter, die wir in den letzten drei Wochen hatten, ist die Situation besorgniserregend. Die aktuellen Regenfälle füllen die Wasserläufe und das Grundwasser nicht auf."

Die Bewohnerinnen und Bewohner der betroffenen Gebiete dürfen ihre Swimmingpools nicht mehr füllen und müssen die Bewässerung ihrer Gärten stark einschränken.

Landwirte dürfen ihre Felder nur noch nachts bewässern, um unnötige Verdampfung zu vermeiden. 

"Das ist also eine Realität, wir messen sie, und wir spüren, dass es in Zukunft echte Veränderungen geben muss."
Benoît Trichot
Bürgermeister von Montclus

Benoît Trichot, der Bürgermeister von Montclus, eines der Dörfer, die von den Einschränkungen betroffen sind, hält diese klimatische Situation für nicht normal.  "In der Vergangenheit gab es immer wieder große Dürreperioden. Aber jetzt stellt man fest, dass die Temperaturen immer höher werden, dass es immer wieder vorkommt und vor allem, dass der Grundwasserspiegel sinkt. 

Das ist also eine Realität, wir messen sie, und wir spüren, dass es in Zukunft echte Veränderungen geben muss. Und deshalb versuchen wir, so viel Menschen wie möglich anzusprechen und zu sensibilisieren."

2022 war das wärmste Jahr in Frankreich seit Beginn der Messungen. Dennoch gab es Warnstufen mit Wasserbeschränkungen erst im Juli.

In diesem Jahr hat die frühe Dürre dazu geführt, dass in einigen Gebieten des Departements Gard bereits im April und im ganzen Departement im Mai die höchste Alarmstufe ausgerufen wurde.

Die Behörden bereiten sich auf einen besonders trockenen Sommer 2023 und in den darauffolgenden Jahren vor.

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