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Destination Europe Summit: Trends und Probleme im europäischen Tourismus

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Von Paul Hackett
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Eines der Hauptthemen auf dem #DestinationEuropeSummit in Brüssel war die Frage, wie man den Menschen die Reise nach Europa erleichtern kann. Der Kontinent ist nach wie vor die Nummer eins im weltweiten Tourismus.

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Eines der Hauptthemen auf dem "Destination Europe" Gipfel in Brüssel war die Frage, wie man den Menschen die Reise nach Europa erleichtern kann. Der Kontinent ist nach wie vor die Nummer eins im weltweiten Tourismus, obwohl er drei Jahre lang unter Krisen wie der Pandemie und in jüngster Zeit dem Krieg in der Ukraine gelitten hat.

Jetzt Europa steht kurz vor der verkehrsreichsten Sommersaison seit der Pandemie. Es gab viele Diskussionen darüber, wie der Tourismus in Zukunft widerstandsfähiger werden kann. Zu den wichtigsten Forderungen der Experten gehörten die Verbesserung der Anbindungen, die Behebung des Arbeitskräftemangels und die schnellere Umsetzung der neuen digitalen Visasysteme in der Europäischen Union.

Globales Wettrüsten um einfache Visasysteme

"Wir müssen bedenken, dass Länder auf der ganzen Welt viel Geld in die Infrastruktur investieren und die Visaverfahren vereinfachen. Je einfacher und nahtloser die Abläufe sind, desto besser ist es, ein Land zu besuchen", erklärte Jorge Casal auf dem Summit. Er ist Chef von Global Blue, ein Schweizer Unternehmen für  Steuerrückerstattungen für Tourismuseinkäufe. 

"Aber um wirklich eine vollständige Erholung der Tourismusindustrie zu erreichen, müssen diese Maßnahmen so schnell wie möglich umgesetzt", so Casal. 

Für Luís Araújo von "Turismo de Portugal" ist der Punkt der Anbildungen wirchtig. "Wenn wir diese Probleme nicht angehen, die mit der Luftverkehrsanbindung zu tun haben, mit der Frage, wie nahtlos unser Erlebnis ist, wie nahtlos unsere Buchungen in Europa funktionieren, dann werden wir niemals wettbewerbsfähig sein und werden an andere Reiseziele verlieren. Wir werden an Amerika verlieren, wir werden an Asien verlieren, wir werden an Afrika verlieren, an Südamerika."

Trotz starken des Gegenwinds für die Reisebranche bleibt der Optimismus groß. Nach einem Rekordergebnis im Jahr 2022 ist der Nachholbedarf an Urlaubsreisen trotz höherer Kosten weiterhin groß. Nur die Zahlen der Einreisen aus Asien haben sich noch nicht wieder erholt und bewegen sich nach wie vor auf einem vergleichweise niedrigen Niveau. 

Neben dem Aufschwung nach der Pandemie war ein weiteres wichtiges Thema die Frage, wie man nachhaltiger werden kann - ein Wunsch, den auch die Verbraucher zunehmend haben. "Was wir sehen, ist eine Art ökologisches Erwachen bei Reisenden weltweit. In den letzten 12 Monaten sind die Suchanfragen im Internet nach nachhaltigen Reisen im Vergleich zum Vorjahr um 36 % gestiegen", sagt Feria Kazemi, zuständig für den Bereich Reisen bei Google. 

Die Renaissance der Nachtzüge

Ein besserer grenzüberschreitender Schienenverkehr wird zunehmend als Alternative zum Flugverkehr gesehen, als Möglichkeit, die Anbindung der Länder auf nachhaltige Weise zu verbessern. Der CEO von Rail Europe, Björn Bender, sieht darin eine große Chance. "Ich sehe definitiv eine große, große Chance für Nachtzüge in Europa. Vor allem, wenn wir über Entfernungen zwischen 800 und bis zu 1.500 Kilometern sprechen. Das gibt uns eine neue Möglichkeit, wie wir in Europa reisen", so Bender.

Die Branche diskutiert viel darüber, wie sich der grüne Wandel in der EU auf den Tourismus auswirken wird. Kann Europa grün werden, seine ehrgeizigen Ziele erreichen und gleichzeitig wettbewerbsfähig bleiben? 

Letztendlich geht es nur in eine Richtung, so meint der EU-Kommissar Thierry Breton, zuständig für Inneres und Tourismus. "Wir müssen es tun. Es gibt keine Optionen. Aber, und das sage ich immer wieder, werden wir nicht durch die Einschränkung unserer Bewegung oder unseres Konsums zu unserem grünen Ziel gelangen, sondern dank der Innovation, dank der Technologie, dank der Wissenschaft werden wir es schaffen"

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