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Kreml bestätigt: Putin hat Prigoschin in Moskau getroffen

Putin mit Prigoschin
Putin mit Prigoschin Copyright Mikhail Klimentyev/AP
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Von Euronews mit AP, AFP
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Kreml-Sprecher Peskow hat an diesem Montag bestätigt, dass Wladimir Putin Wagner-Chef Jewgeni Prigoschin in Moskau getroffen hat.

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Der russische Präsident Wladimir Putin hat fünf Tage nach dem Aufstand der Wagner-Gruppe deren Chef Jewgeni Prigoschin und andere Vertreter des privaten Militärunternehmen zu einem längeren Gespräch getroffen habe. Das teilte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Montag mit.

Es ist der erste bekannte Kontakt zwischen den beiden, seit die Wagner-Gruppe von der Ukraine nach Rostow-am-Don gekommen und einen Marsch auf Moskau geplant hatte.

Putin hatte 35 Personen zu dem dreistündigen Treffen am 29. Juni eingeladen, darunter die obersten Wagner-Kommandeure und den Anführer der Gruppe, Jewgeni Prigoschin, so der Kreml-Sprecher. 

Der Präsident habe seine Einschätzung der Aktivitäten von Wagner an der ukrainischen Front gegeben, sagte Peskow, ebenso wie "seine Einschätzung der Ereignisse vom 24. Juni", dem Tag, an dem die Gruppe rebellierte.

Wladimir Putin habe sich "die Erklärungen der Kommandeure angehört und ihnen Alternativen für ihre zukünftige Arbeit und ihren Einsatz für militärische Zwecke angeboten", sagte der Sprecher des russischen Präsidenten weiter.

"Die Kommandanten haben ihre Version der Ereignisse dargelegt. Sie betonten, dass sie überzeugte Unterstützer und Soldaten des Staatschefs und Oberbefehlshabers (Wladimir Putin) seien, und bekräftigten, dass sie bereit seien, weiterhin für das Vaterland zu kämpfen", erklärte Peskow.

War Prigoschin gar nicht in Belarus?

Noch vor wenigen Tagen hatten russische Staatsmedien Fotos der Razzia von Prigoschins Anwesen in St. Petersburg veröffentlicht.

Offiziell hatte es zuvor geheißen, Prigoschin sei nach dem Aufstand nach Belarus gereist. Die Wagner-Kämpfer sollten in Russlands Nachbarland nicht strafrechtlich verfolgt werden. Machthaber Alexander Lukaschenko hatte erklärt, er habe eine Einigung zwischen Wagner und dem Kreml ausgehandelt, um Blutvergießen zu vermeiden und so den Marsch auf Moskau gestoppt.

Vor wenigen Tagen hatte Lukaschenko allerdings erklärt, Prigoschin sei nicht in Belarus.

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