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Ukrainische Fortschritte im Norden, im Süden Trauer um Familie mit 22 Tage altem Baby

Auch im Süden stößt die Ukraine auf Widerstand.
Auch im Süden stößt die Ukraine auf Widerstand. Copyright LIBKOS/AP
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Von Euronews
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Seit dem Beginn ihrer Gegenoffensive vor gut zehn Wochen habe die Ukraine 40 Quadratkilometer Terrain um die Stadt Bachmut zurückerobert. Allerdings ist Bachmut nach wie vor russisch kontrolliert.

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Seit dem Beginn ihrer Gegenoffensive vor gut zehn Wochen habe die Ukraine 40 Quadratkilometer Terrain um die Stadt Bachmut zurückerobert, meldet das Verteidigungsministerium in Kiew. Aktuell seien noch mal drei Quadratkilometer dazu gekommen. Es gehe also vorwärts. Allerdings ist Bachmut nach wie vor russisch kontrolliert. 

Darüber hinaus gebe es auch in den Gebieten Charkiw und Luhansk an den Abschnitten Kupjansk und Lyman "sehr heiße Kämpfe", so Vizeverteidigungsministerin Hanna Maljar. Dort haben die ukrainischen Truppen Schwierigkeiten. Die russischen Streitkräfte rücken vor, in der vergangenen Woche war Kiew gezwungen mehrere Ortschaften in der Region evakuieren zu lassen. 

Im südlichen Teil des Donezker Gebiets haben sich die ukrainischen Einheiten Maljar zufolge im Dorf Uroschajne festgesetzt. Das war vorher bereits von russischen Militärbeobachtern eingeräumt worden. Auch gebe es heftige Kämpfe südlich des benachbarten und vor gut zwei Wochen befreiten Ortes Staromajorske heftige Kämpfe. Angaben zu Landgewinnen machte sie nicht.

Drohnen- und Raketenhagel auf Odessa

Auch im Süden stößt die Ukraine auf Widerstand. In der Nacht zu Montag ist nach ukrainischen Angaben eine Welle von russischen Drohnen- und Raketenangriffen auf die südlichen Hafenstadt Odessa niedergegengen. Dabei wurden mehr als 200 Gebäude beschädigt, darunter medizinische Einrichtungen, Schulen, Supermärkte. Videoaufnahmen im Internet zeigen verheerende Zerstörungen. 

Drei Mitarbeiter eines großen Supermarktes wurden verletzt. Herabstürzende Raketenteile hätten den Supermarkt sowie ein Wohnheim beschädigt, teilte die Verwaltung des Gebiets Odessa mit. Brände seien ausgebrochen.

Die russische Armee soll den Angaben nach gegen Odessa 15 Drohnen eingesetzt und von See acht Marschflugkörper des Typs Kalibr abgefeuert haben. Sie seien alle abgefangen worden, teilte Gouverneur Oleh Kiper ab. Solche Angaben zum Kampfgeschehen sind oft nicht unabhängig überprüfbar.

In Saporischschja fanden Rettunngskräfte zwei Tote in den Trümmern zweier Wohnhäuser, wie das Innenministerium in Kiew mitteilte. Drei Menschen seien gerettet worden.

Annektiertes Cherson: Wagen sich die Ukrainer hier vor?

In der Region Cherson war am Wochenende eine siebenköpfige Familie, darunter ein 22 Tage altes Baby, in ihrem Haus durch russischen Beschuss getötet wurden. Eine Bombe traf das Haus der Familie im Dorf Shyroka Balka, sagte Innenminister Igor Klymenko. Ein weiterer Dorfbewohner und zwei Männer im benachbarten Stanislav wurden ebenfalls getötet und 13 weitere Menschen verletzt.

Cherson gehört zu den vier Regionen, die Russland im vergangenen Jahr annektiert hatte. Hier sind ukrainische Truppen aktuell vorgerückt, sie sollen am Ostufer des Flusses Dnipro im Raum Cherson Stellung bezogen haben. 

Moskau präsentiert neue Streumuition

In Moskau hat Russland unterdessen seine jährliche Militärmesse eröffnet. Der russische Präsident Wladimir Putin war per Video zugeschaltet. Das Forum werde dazu betragen, Sicherheit in der "entstehenden multipolaren Welt" zu stärken, so Putin.

Vorgestellt wurde unter anderem eine neue Streumunition, die von allen wichtigen Hubschraubertypen und Flugzeugen der russischen Armee eingesetzt werden kann.

Bei Streumunition handelt es sich um Geschosse, von denen sich während des Fluges der Streuteil mit kleinen Submunitionen ablöst. Sie zerstreuen sich und fallen über ein großes Gebiet. Ihre besondere Gefahr besteht darin, dass sie manchmal nicht explodieren und manchmal ein Gebiet verminen. Im Jahr 2008 unterzeichneten mehr als 100 Länder eine Konvention zum Verbot von Streumunition. Die Ukraine, die USA und Russland sind nicht unter ihnen.

Die Ukraine wehrt seit mehr als 17 Monaten eine russische Invasion ab, sie wird dabei vom Westen unterstützt. Eine vor etwa zehn Wochen gestartete Gegenoffensive ist bisher hinter den hohen Erwartungen zurückgeblieben.

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