EventsVeranstaltungenPodcasts
Loader
Finden Sie uns
WERBUNG

Argentinien: Populist macht sich Hoffnungen auf Wahlsieg

Er gilt als "Anti-Kandidat": der Populist und Wirtschaftsliberale Javier Milei
Er gilt als "Anti-Kandidat": der Populist und Wirtschaftsliberale Javier Milei Copyright Natacha Pisarenko/AP
Copyright Natacha Pisarenko/AP
Von Euronews mit dpa, AP
Zuerst veröffentlicht am
Diesen Artikel teilenKommentare
Diesen Artikel teilenClose Button
Den Link zum Einbetten des Videos kopierenCopy to clipboardCopied

Er verspricht einfache Lösungen für die vielschichtigen Probleme des Landes: Javier Milei tritt bei den Präsidenschaftswahlen in Argentinien an

WERBUNG

In Argentinien wird an diesem Sonntag ein neues Staatsoberhaupt gewählt. Als Favorit gilt der libertäre Populist Javier Milei ins Rennen, der sich selbst als "Anarcho-Kapitalist" bezeichnet. Der Wirtschaftswissenschaftler verspricht einfache Lösungen für die komplexen Probleme des Landes, dessen Inflation bei derzeit 140 Prozent liegt. Er strebt an, den aufgeblähten Staatsapparat zu reduzieren, den US-Dollar als offizielles Zahlungsmittel einzuführen und Sozialprogramme radikal zusammenzustreichen.

Der Kandidat der Partei "Die Freiheit schreitet voran" (La Libertad Avanza) wird gegen den amtierenden Wirtschaftsminister Sergio Massa von der linken "Union für das Vaterland" (Unión por la Patria) und die frühere Innenministerin Patricia Bullrich ("Gemeinsam für den Wandel", Juntos por el Cambio) antreten.

Kontinuität gegen Populismus

Sergio Massa steht vor allem für Kontinuität, er fordert keine radikalen Reformen wie seine beiden Konkurrent:innen. Erst im vergangenen Jahr hat er das Amt des Wirtschaftsministers übernommen und versucht, das Land aus der tiefen Wirtschaftskrise zu führen. Er verspricht massenhafte Neueinstellungen im öffentlichen Dienst, höhere Freibeträge bei der Einkommensteuer, Erleichterungen für Selbstständige sowie Einmalzahlungen für Angestellte und Pensionäre.

Hohe Popularität von Miley unter jungen Leuten

Patricia Bullrich, die dritte Kandidatin steht in der Tradition des früheren Präsidenten Mauricio Macri. Auch sie vertritt liberale Positionen, allerdings tritt sie entschieden gegen die Dollarisierung ein und will die Institutionen des Landes erhalten.

Sollte keiner der Kandidat:innen in der ersten Runde die nötige Mehrheit erreichen, wird es am 19. November eine Stichwahl geben.

Besonders bei Jugendlichen kommt der Populist Milei gut an - und die dürfen in Argentinien bereits ab 16 Jahren wählen gehen.

Diesen Artikel teilenKommentare

Zum selben Thema

Mit der Kettensäge: Wer hat Angst vor Argentiniens Wahlsieger Javier Milei?

Stichwahl um das Präsidentenamt im Iran

Frankreich: Letzte Umfragen deuten auf rechtsextreme Mehrheit