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Argentinien: Massa gewinnt erste Runde der Präsidentschaftswahlen

Sergio Massa hat in Argentinien die erste Runde der Präsidentschaftswahlen gewonnen
Sergio Massa hat in Argentinien die erste Runde der Präsidentschaftswahlen gewonnen Copyright Gustavo Garello/Copyright 2023 The AP. All rights reserved
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Von Euronews mit dpa, AP
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In Argentinien setzte sich der amtierende Wirtschaftsminister Sergio Massa mit rund 36 Prozent der Stimmen gegen den libertären Populisten Javier Milei durch.

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Bei den Präsidentschaftswahlen in Argentinien hat sich Wirtschaftsminister Sergio Massa überraschend gegen den libertären Populisten Javier Milei durchgesetzt.

Massa gewann mit rund 36 Prozent der Stimmen die erste Runde der Präsidentschaftswahlen, Zweitplatzierter wurde der rechte Populist Javier Milei mit rund 30 Prozent der Stimmen. Die ebenfalls angetretene frühere Innenministerin Patricia Bullrich blieb abgeschlagen auf dem dritten Platz mit 24 Prozent.

Libertärer Populist beliebt bei junger Wählerschaft

Milei ist vor allem bei jüngeren Wähler:innen beliebt und will den US-Dollar einführen, die Zentralbank und viele Ministerien schließen und Sozialausgaben drastisch kürzen. Zudem will er den Waffenbesitz liberalisieren, tritt gegen das Recht auf Abtreibung ein und weist den menschengemachten Klimawandel zurück.

Umringt von einer großen Menschenmenge kam der Wirtschaftswissenschaftler zur Wahl. Er erklärte, dass er in der Lage sei, die "beste Regierung der Geschichte" zu bilden. Fachleute sind sich sicher, dass Milei das Land im Falle seines Wahlsiegs nicht so umkrempeln könnte, wie er es angekündigt hat. Den im Kongress verfügt seine Partei nicht über eine eigene Mehrheit, außerdem fehlt dem ihm qualifiziertes Personal für die wichtigsten Posten.

Massa steht in peronistischer Kontinuität

Massa hingegen steht für Kontinuität in dem wirtschaftlich stark angeschlagenen Land. Allerdings befindet Südamerikas zweitgrößte Volkswirtschaft in einer schweren Wirtschaftskrise, 40 Prozent der Bevölkerung lebt unter der Armutsgrenze. Mit einer Inflationsrate von fast 140 Prozent leidet das Land unter einem aufblasenen Staatsapparat, geringer Produktivität der Industrie und einer großen Schattenwirtschaft.

In Argentinien greift der Staat massiv in die Wirtschaft ein, öffentliche Dienstleistungen sind stark subventioniert und in vielen Regionen arbeiten mehr Arbeitnehmer im öffentlichen Sektor als in der Privatwirtschaft.

 Am 19. November treten die beiden in einer Stichwahl gegeneinander an, wobei der siegreiche Kandidat mehr als 45 der Stimmen oder 40 Prozent und einen zehnprozentigen Vorsprung auf seinen Opponenten auf sich vereinigen muss.

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