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Gita Gopinath: IWF-Vizechefin erhält Preis des Kiel Institute for the World Economy

Preisträgerin Gita Gopinath
Preisträgerin Gita Gopinath Copyright Esteban Felix/Copyright 2019 The AP. All rights reserved.
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Von Olivia Stroud
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Anlässlich der Preisverleihung sprach die gebürtige Inderin mit Euronews über die Gefahren, mit denen sie die Weltwirtschaft derzeit konfrontiert sieht.

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Die Vize-Chefin des Internationalen Währungsfonds, Gita Gopinath, ist in Berlin mit dem Bernhard-Harms-Preis für internationale Ökonomie ausgezeichnet worden. Anlässlich der Preisverleihung warnte sie vor den Folgen des russichen Angriffskriegs auf die Ukraine.

„Wenn sich Länder beispielsweise in zwei Blöcke spalten und zwischen diesen beiden Blöcken buchstäblich kein Handel stattfindet - wir haben modelliert, welche Auswirkungen das hätte, und das würde die globale BIP-Produktion um etwa 7 Prozent verringern. Das ist eine sehr große Zahl, das ist so, als würde man die Volkswirtschaften Japans und Deutschlands verlieren“, so Gopinath. 

Einige Wirtschaftsräume seien dabei gefährdeter als andere, so die Vize-Chefin weiter: 

"Ich denke, dass die Europäische Union für solche Fragmentierungen ziemlich anfällig ist, denn sie ist sehr offen, was den Handel angeht. Die Union ist zugänglicher als China, als die USA."

Doch die Europäische Union habe Möglichkeiten, der Entwicklung zu trotzen: 

„Der Vorteil eines vertieften Binnenmarkts besteht darin, dass die EU viel mehr Kapital für Investitionen in die sehr wichtigen Transformationen einschließlich des grünen Wandels und der Digitalisierung investieren würde. Durch eine Kapitalmarkt- und die Bankenunion würde das Kapital freigesetzt, das benötigt wird, um die Produktivität deutlich steigern zu können und diese grüne Transformation zu ermöglichen, und das ist gut für alle.“

Der Bernhard-Harms-Preis wird alle zwei Jahre vom Kiel Institute for the World Economy verliehen.

Moritz Schularick, Präsident des Kieler Instituts, würdigte die aus Indien stammende Gopinath „als eine der weltweit einflussreichsten Wissenschaftlerinnen auf den Gebieten internationale Finanzwirtschaft und internationale Makroökonomie“. Gopinath ist erste stellvertretende geschäftsführende Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF) und war zuvor Chefökonom des Fonds. Bevor sie zum IWF kam, verfolgte sie eine herausragende akademische Karriere.

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