Selenskyj: "Europa braucht eigenes ausreichendes Waffenarsenal"

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj
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Von Euronews mit AP
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"Zwei Jahre dieses Krieges haben bewiesen, dass Europa sein eigenes ausreichendes Arsenal für die Verteidigung der Freiheit braucht", so der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj.

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Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die europäischen Staats- und Regierungschefs aufgefordert, für die "Verteidigung der Freiheit", mehr Waffen in Europa bereitzustellen. Das sagte er vor den Teilnehmer:innen einer Sicherheitskonferenz in Schweden.

Selensky wirbt erneut um Nato-Mitgliedschaft

"Zwei Jahre dieses Krieges haben bewiesen, dass Europa sein eigenes ausreichendes Arsenal für die Verteidigung der Freiheit braucht, seine eigenen Fähigkeiten, um die Verteidigung zu gewährleisten, sein eigenes Potenzial, das es ganz Europa oder jedem Teil von ihm ermöglicht, in jeder globalen Situation zu bestehen", so Selenskyj. 

Russlands könne dem ukrainischen Präsidenten zufolge zurückgeschlagen werden. „Selbst Russland kann wieder dazu gebracht werden, internationales Recht zu wahren. Der Angriff kann besiegt werden“, sagt Selenskyj. Die Lage auf den Schlachtfeldern sei derzeit relativ stabil, fügt er hinzu. 

Landesweiter Luftalarm in der Ukraine

Dabei hat die russische Luftwaffe die Ukraine erneut massiv angegriffen. Am Montagmorgen gab es landesweite Luftalarm. Es seien mehrere Regionen im Land betroffen, teilt das ukrainische Militär mit. Städte wie Kiew, Krywyj Rih, Saporischschja, Charkiw, Dnipropetrowsk und Chmelnyzkyj seien einem „massiven Raketenangriff“ der russischen Streitkräfte ausgesetzt. 

Putin lädt Familien russischer Soldaten zu Weihnachten ein

Nach Angriffen aus der Ukraine hat Russland eigenen Angaben zufolge rund 300 Einwohner der in der Nähe zur ukrainischen Grenze gelegenen Stadt Belgorod evakuiert. Die Bewohner, die sich freiwillig für eine Evakuierung entschieden hätten, würden zunächst in Notunterkünften in den weiter von der Grenze entfernten Bezirken Stary Oskol, Gubkin und Korotschansky untergebracht, sagte der Gouverneur der Region Belgorod, Wjatscheslaw Gladkow, am Montag in einem im Onlinedienst Telegram veröffentlichten Video.

Der russische Präsident Wladimir Putin hat anlässlich des orthodoxen Weihnachtsfestes Familien russischer Soldaten, die in der Ukraine kämpfen, in seine Residenz in Nowo-Ogarjowo eingeladen. Putin lobte die "mutige Krieger", die "die Interessen des Landes verteidigen". Das Treffen solle ein "klares Signal" dafür sein, dass Russland die Familien der Soldaten unterstütze.

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