UNRWA: Israel verbietet Hilfslieferungen in den Norden Gazas

Palästinenser trauern um Angehörige, die bei den israelischen Bombardierungen getötet wurden, vor der Leichenhalle des Al-Aqsa-Krankenhauses, 25. März 2024.
Palästinenser trauern um Angehörige, die bei den israelischen Bombardierungen getötet wurden, vor der Leichenhalle des Al-Aqsa-Krankenhauses, 25. März 2024. Copyright Abdel Kareem Hana/Copyright 2024 The AP. All rights reserved.
Von Euronews mit AP
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Der Leiter der UNRWA sagte, israelische Behörden genehmigen keine Lebensmittelkonvois mehr in den nördlichen Gazastreifen.

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Der Leiter des Hilfswerks der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) hat die Entscheidung Israels, keine Hilfskonvois mehr in den nördlichen Gazastreifen zu lassen, kritisiert. Israel wirft mehren der UNRWA-Mitarbeitern vor, an den Vorbereitungen der Angriffe am 7. Oktober beteiligt gewesen zu sein. Viele Länder setzten daraufhin die Finanzierung aus, nahmen sie aber aufgrund der humanitären Krise wieder auf. 

António Guterres, UN-Generalsekretär, sagte: Wir werden die vorgelegte Empfehlung prüfen und wollen das UNRWA in seiner Fähigkeit stärken, dem palästinensischen Volk zu helfen und mit den Werten der Vereinten Nationen in Einklang zu stehen. Das ist die feste Entschlossenheit der Führung des UNRWA ist, die hier von Philippe Lazzarini vertreten wird."

Rafah-Offensive: Druck auf Israel steigt

Israel steht in humanitärer und militärischer Hinsicht weiterhin unter Druck. Die geplante Operation in Rafah wird auch von Israels wichtigstem Verbündeten, den USA, scharf kritisiert. Der israelische Verteidigungsminister Joaw Galant reiste nach Washington, um Gespräche über weitere Militärhilfe zu führen. Gallant sagte, Israel und die USA hätten ein "gemeinsames Bedürfnis", die Hamas zu besiegen.

US-Vizepräsidentin Kamala Harris erklärte gegenüber Reportern, sie sehe keine sichere Möglichkeit für Zivilisten, Rafah vor der möglichen Offensive zu evakuieren. "Die Menschen können nirgendwo hin", sagte Harris. "Eineinhalb Millionen Menschen einer Bevölkerung von 2,2 Millionen Menschen, die sich jetzt in diesem Gebiet befinden. Wir sollten uns daran erinnern, warum sie dort sind, weil ihnen gesagt wurde, dass sie dorthin gehen sollen."

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