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"Was er tut, ist ein Fehler": Biden kritisiert Netanjahu öffentlich

In einem Fernsehinterview hat US-Präsident Joe Biden die Vorgehensweise des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu im Gazastreifen scharf kritisiert.
In einem Fernsehinterview hat US-Präsident Joe Biden die Vorgehensweise des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu im Gazastreifen scharf kritisiert. Copyright Evan Vucci/Copyright 2024 The AP. All rights reserved
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Von Diana Resnik mit AP
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Biden hat Netanjahu für sein Vorgehen in Gaza stark kritisiert. Er forderte ihn auf, mehr Hilfslieferungen nach Gaza zu lassen. Derweil laufen die Waffenstillstandsverhandlungen zwischen Israel und der Hamas.

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In einem Fernsehinterview hat US-Präsident Joe Biden die Vorgehensweise des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu im Gazastreifen scharf kritisiert. Er forderte ihn auf, Hilfsgüter nach Gaza vorzulassen und die Menschen dort zu schützen.   

"Was er tut, ist ein Fehler. Ich bin mit seinem Ansatz nicht einverstanden", sagte Biden.

Was er tut, ist ein Fehler.
Joe Biden
Präsident der USA

"Ich habe mit allen gesprochen, von den Saudis über die Jordanier bis hin zu den Ägyptern. Sie sind bereit, Lebensmittel zu liefern. Ich denke, es gibt keine Entschuldigung dafür, dass die medizinische Versorgung und die Versorgung mit Nahrungsmitteln für diese Menschen nicht sichergestellt ist. Es sollte jetzt getan werden."

Keine Erleicherung zum muslimischen Fastenbrechen

Die Menschen in Gaza hungern. Dabei wird jetzt das Zuckerfest gefeiert, Eid al-Fitr, ein muslimisches Fest, bei dem die Familien das Ende des heiligen Monats Ramadan feiern. 

Auf X, ehemals Twitter, schrieb Biden: "Meine Gedanken sind bei den Menschen auf der ganzen Welt, die Krieg, Hunger und Vertreibung erleiden müssen. Darunter in Gaza und dem Sudan. Es ist jetzt an der Zeit, sich erneut für den Frieden einzusetzen und für die Würde aller Menschen einzutreten."

Netanjahu steht von allen Seiten unter Druck

Nachdem die israelische Luftwaffe sieben Helfer der World Central Kitchen getötet hat, ist der internationale Druck auf Israel noch stärker geworden.  

Auf der anderen Seite steht Netanjahu wegen einem Gerichtsprozess wegen Korruption unter Druck. Er zögert wohl, weil er seine ultranationalistischen Regierungspartner nicht noch mehr verärgern will. Diese sind dagegen, der Hamas in den laufenden Verhandlungen wesentliche Zugeständnisse zu machen. Sie haben damit gedroht, aus der Regierung auszutreten - ein Schritt, der zum Zusammenbruch der Regierungskoalition führen und Neuwahlen auslösen würde.

Verhandlungen zwischen Israel und der Hamas laufen

Die größten Meinungsunterschiede zwischen Israel und den USA gab es jedoch bezüglich der geplanten israelischen Offensive in Rafah, im südlichen Gazastreifen. Mehr als die Hälfte der 2,3 Millionen Einwohner des Gazastreifens sucht dort Schutz. 

Derzeit führen Israel und die Hamas Gespräche über die Freilassung der israelischen Geiseln als Gegenleistung für einen Waffenstillstand. Noch ist keine Entscheidung darüber getroffen worden.

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