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WikiLeaks-Gründer Assange ist frei: Anwältin warnt vor "gefährlichem Präzedenzfall"

Nach über einem Jahrzehnt findet die Affäre um WikiLeaks-Gründer Assange ein Ende.
Nach über einem Jahrzehnt findet die Affäre um WikiLeaks-Gründer Assange ein Ende. Copyright Eugene Hoshiko/Copyright 2024 The AP. All rights reserved
Copyright Eugene Hoshiko/Copyright 2024 The AP. All rights reserved
Von Euronews mit AP
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Der WikiLeaks-Gründer Julian Assange ist nach einem Deal mit der US-Justiz frei. Seine Anwältin warnt jedoch vor einem "gefährlichen Präzedenzfall".

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Julian Assange ist ein freier Mann. In einem Deal mit der US-Justiz bekannte sich der WikiLeaks-Gründer der Spionage schuldig – im Austausch für seine Freiheit.

2010 hatte der australische Journalist auf WikiLeaks geheime US-Militärdokumente veröffentlicht. Daraufhin warfen ihm die USA Geheimnisverrat vor – und drohten ihm mit einer langen Haftstrafe.

Assange drohten zwischenzeitlich 175 Jahre Haft

"Ihm drohten 175 Jahre Gefängnis, weil er Beweise für Kriegsverbrechen, Menschenrechtsverletzungen und das Fehlverhalten der USA in aller Welt veröffentlicht hatte", so Assanges Anwältin Jennifer Robinson nach der Verhandlung in Saipan auf den Marianeninseln.

"Heute hat er sich eines Vergehens schuldig bekannt, weil er Informationen im öffentlichen Interesse veröffentlicht hat, für die er weltweit mit Journalistenpreisen ausgezeichnet und jedes Jahr in den letzten zehn Jahren für den Friedensnobelpreis nominiert worden ist. Dies schafft einen gefährlichen Präzedenzfall", warnte Robinson.

Ministerpräsident Albanese freut sich über Freilassung

Der australische Ministerpräsident Anthony Albanese begrüßte Assanges Freilassung.

"Unabhängig von Ihren Meinungen zu seinen Aktivitäten, die sicher unterschiedlich ausfallen, hat sich der Fall von Herrn Assange zu lange hingezogen. Ich habe wiederholt gesagt, dass seine anhaltende Inhaftierung nichts bringen würde", sagte Albanese vor dem australischen Parlament.

Da sich Assange schuldig bekannt hat, konnte er ohne weitere Haftstrafe in sein Heimatland Australien zurückkehren.

Er wurde zu fünf Jahren und zwei Monaten Haft verurteilt, die er bereits vor der Verhandlung in einem Hochsicherheitsgefängnis in London abgesessen hatte. Zuvor hatte er sich sieben Jahre lang in der ecuadorianischen Botschaft der Stadt aufgehalten.

Nun findet die international heiß diskutierte Affäre um den WikiLeaks-Gründer nach über einem Jahrzehnt ein Ende.

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