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Endlich frei: WikiLeaks-Gründer Julian Assange wieder in Australien

WikiLeaks founder Julian Assange arrivies at Belmarsh Magistrates' Court in London, Feb. 7, 2011.
WikiLeaks founder Julian Assange arrivies at Belmarsh Magistrates' Court in London, Feb. 7, 2011. Copyright Kirsty Wigglesworth/AP2011
Copyright Kirsty Wigglesworth/AP2011
Von Euronews mit AP
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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WikiLeaks-Gründer Julian Assange hat sich auf einer Pazifikinsel einem US-Gericht gestellt. Seine Strafe gilt als verbüßt. Assange soll nun wieder in seiner Heimat sein.

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Nach einem Deal mit der US-Justiz hat Julian Assange das Gefängnis Belmarsh in London verlassen und ist unterwegs in sein Heimatland Australien.

Berichten der Agentur AP zufolge hatte sich der WikiLeaks-Gründer Julian Assange schuldig bekannt, das US-Spionagegesetz verletzt zu haben. Damit ist die Inhaftierung des 52-jährigen Journalisten in Großbritannien beendet.

Es bedeutet das Ende einer Jahrzehnte langen juristischen Odyssee um den Mann, der als der größte Whistleblower aller Zeiten gefeiert wird. Er hat militärisches Fehlverhalten der US-Armee im Irak und in Afghanistan aufgedeckt und auf WikiLeak veröffentlicht.

Auf X bestätigte WikiLeaks, dass die britische Justiz den Deal akzeptiert habe und Assange von London Standsted nach Australien geflogen sei.

In einem Video bittet Assanges Frau Stella um finanzielle Unterstützung für ihren Mann, mit dem sie zwei kleine Söhne hat. Die Kinder wurden geboren, während der Australier bis 2019 in der Botschaft von Educador in London lebte, wohin er vor der US- und der schwedischen Justiz geflohen war.

Wegen der harten Haftbedingungen in London hatte Stella Assange zuvor auch davor gewarnt, dass sich Julian Assange das Leben nehmen könnte.

2019 wurde Assange beim Verlassen der ecuadorianischen Botschaft in London festgenommen und war seitdem in Haft. 2022 hatten Stella Moris und Julian Assange im Gefängnis geheiratet.

Vor einigen Monaten hatte US-Präsident Joe Biden erwogen, den WikiLeaks-Gründer zu begnadigen.

Assange bekennt sich in einem Anklagepunkt schuldig

Assange hat jetzt einem einzigen Anklagepunkt - nämlich der unrechtmäßigen Beschaffung und Verbreitung geheimer Informationen zur nationalen Verteidigung - zugestimmt. Dies ging vor der Freilassung aus dem britischen Gefängnis aus den Unterlagen eines US-Bezirksgerichts hervor.

Reise nach Saipan

Da Assange nicht auf das us-amerikanische Festland reisen wollte, stellte er sich auf der Pazifikinsel Saipan einem US-Gericht. Dort bekannte er sich schuldig, wurde verurteilt, kam aber frei, da er bereits fünf Jahre in einem britischen Gefängnis verbracht hatte. Zuletzt wurde berichtet, Assange befinde sich auf dem Weg nach Australien. Den Deal hatte Assange bereits vor seiner Reise nach Saipan mit der US-Justiz ausgehandelt.

Saipan gehört zu den Nördlichen Marianen, einem US-Außengebiet im Westpazifik.

Assange wird von vielen Menschen auf der ganzen Welt als Held gefeiert. WikiLeaks hatte 2010 Hunderttausende geheime US-Militärdokumente über die Kriege in Afghanistan und im Irak veröffentlicht. Das ist der größte Leak dieser Art in der Geschichte des US-Militärs. Auf den Videos ist unter anderem zu sehen, wie US-Soldaten Menschen mit ferngesteuerten Drohnen töten - wie in einem Videospiel.

Sein Ruf wurde aber auch durch Vergewaltigungsvorwürfe getrübt, die er bestritten hat.

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