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So groß wie 15 Erden: Sonnenfleck mit dem bloßen Auge erkennbar

Ein gewaltiger Sonnenfleck könnte von der Erde mit bloßem Auge erkennbar sein.
Ein gewaltiger Sonnenfleck könnte von der Erde mit bloßem Auge erkennbar sein. Copyright  JOE RICKETS/AP
Copyright JOE RICKETS/AP
Von Euronews
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Ein außergewöhnlich großer Sonnenfleck, AR 4366, beschäftigt derzeit die Wissenschaft. Er ist 15 Mal größer als die Erde und stark aktiv. Sind in Deutschland dadurch wieder Polarlichter zu sehen?

Zuletzt waren außergewöhnlich oft Polarlichter über Deutschland zu sehen, ein riesiger Fleck auf der Oberfläche der Sonne könnte Forschern nun die Erklärung liefern. Denn der Sonnenfleck AR 4366 ist bei mehr als 20 starken Ausbrüchen immer weiter gewachsen.

Die Eruptionen hinterlassen dunkle Stellen: dieser Fleck mit dem Namen AR 4366 soll so groß sein, dass die Erde 15 Mal nebeneinander in ihn hineinpassen würde. Das macht ihn auch mit dem bloßen Auge erkennbar.

Sonnenflecken entstehen, wenn elektromagnetische Aktivitäten zur Eruption führen.
Sonnenflecken entstehen, wenn elektromagnetische Aktivitäten zur Eruption führen. JOE RICKETS/AP

Sonnenflecken sind auch die kühleren Regionen auf der Erde. Auch dadurch erscheinen sie von der Erde aus besonders dunkel. Dort gibt es starke magnetische Aktivitäten, die teilweise zu Eruptionen führen. Bei diesen sogenannten koronalen Massenauswürfen wird geladenes Plasma von der Sonne ins Weltall geschleudert.

Für uns auf der Erde kommt es dann zum faszinierenden Leuchtspiel der Polarlichter. Löst das Plasma im Weltall geomagnetische Stürme aus, sehen wir von der Erde aus Lichtschwaden in grün, lila und anderen Farben des Regenbogens.

Sonnenfleck AR 4366: mögliche Ursache von Polarlichtern

Seit dem 30. Januar ist der Sonnenfleck AR 4366 auf der von der Erde sichtbaren Seite der Sonne. Forscher konnten dadurch bereits über 20 starke Ausbrüche registrieren. Diese werden in verschiedene Klassen sortiert. Ausbrüche der Klasse X sind die stärksten Eruptionen, auch X-Flares genannt, wie das Fachportal SpaceX berichtet.

Obwohl der Sonnenfleck so aktiv ist, gab es nur bei den wenigsten dieser Eruptionen Massenauswürfe, die sich auf den Weg in Richtung Erde gemacht haben. Ob das so bleibt, ist noch nicht sicher.

Experten schließen nicht aus, dass in den kommenden Tagen auch koronale Massenauswürfe geschehen können, die direkt die Erde betreffen. Dann könnten die Polarlichter nicht nur in hohen Breitengraden, sondern auch in sonst unüblichen Gegenden zu beoobachten sein.

In Deutschland gab es in den vergangenen Monaten immer wieder Polarlichter am Himmel zu sehen.
In Deutschland gab es in den vergangenen Monaten immer wieder Polarlichter am Himmel zu sehen. AP Photo

Im November 2025 gab das Space Weather Predicition Center (SWPC) der US-Atmosphärenbehörde NOAA sogar eine Warnung heraus. Denn was für den Menschen ein außergewöhnliches Schauspiel am Himmel ist, kann für feinsensible Technik gefährlich werden.

So kann es unter anderem zu Funk-Ausfällen kommen. Satelliten könnten Orientierungsproblemen unterliegen und müssen daher vielleicht ihre Position korrigieren. Die Satellitennavigation und Funkverbindung könnte durch den Sonnensturm kurzfristig gestört werden.

Sonnenschutz für die Augen

Scheint das nächste Mal die Sonne bei Ihnen, so könnten Sie bei der richtigen Stellung der Erde den Fleck auf der Sonne sehen. Bevor Sie jedoch den Blick in den Himmel richten, sollten Sie an den richtigen Sonnenschutz der Augen denken.

Denn ein Blick ohne Filter birgt das Risiko, den eigenen Augen langfristig Schaden hinzuzufügen. Im schlimmsten Fall kann man dabei sogar erblinden. Für das Beobachten der Sonne gibt es explizite Sonnenfinsternisbrillen.

In Deutschland ist die nächste partielle Sonnenfinsternis noch in diesem Jahr zu sehen. Am 12. August können Faszinierte eine partielle Finsternin mis 90 Prozent Bedeckung beobachten.

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