Klimasorgen sind real: Wir stellen die ermutigendsten Geschichten des Jahres vor und zeigen, dass unsere Erde noch Hoffnung hat.
Wenn mächtige Staaten den Klimaschutz zurückschrauben und die Temperaturen immer näher an gefährliche Schwellenwerte steigen, macht das große Sorgen um den Zustand unseres Planeten.
Für uns als Umweltjournalistinnen und -journalisten gehören Klimaangst, Klimapessimismus und sogar existenzielle Umweltsorgen zum Alltag.
Diese Begriffe stehen für Gefühle wie Stress, Angst, Wut und Trauer, die uns überkommen, wenn uns die Realität der Erderwärmung wirklich bewusst wird. Mit fast täglichen Meldungen über Zerstörung und Todesopfer durch Extremwetter entkommt niemand mehr den Folgen der Klimakrise.
Fachleute raten jedoch, sich nicht von Hilflosigkeit lähmen zu lassen, sondern diese Gefühle in aktives Handeln umzuwandeln.
Bei Euronews Earth wissen wir, dass wir eine wichtige Rolle im Kampf gegen Klimapessimismus spielen. Unsere Aufgabe ist es, ehrlich und präzise zu berichten und die Lage weder kleinzureden noch zu greenwashen – und zugleich daran zu erinnern, dass es immer Hoffnung gibt.
Deshalb stellen wir seit vier Jahren regelmäßig eine Sammlung positiver Umweltmeldungen zusammen. Jedes Jahr berichten wir über Hunderte guter Nachrichten – von Öko-Innovationen und grünen Durchbrüchen über Klimasiege bis hin zu herzerwärmenden Geschichten aus der Natur.
Hier sind die bisher wichtigsten positiven Geschichten dieses Jahres – von kleinen lokalen Initiativen und skurrilen Aktionen, die uns zum Lächeln gebracht haben, bis hin zu großen Projekten mit weltveränderndem Potenzial.
Wenn Sie auf eine schöne, positive Geschichte gestoßen sind, über die wir noch nicht berichtet haben, schreiben Sie uns gern auf Instagram (Quelle auf Englisch) oder X (Quelle auf Englisch) und teilen Sie Ihre Ideen.
Positive Umweltgeschichten vom Juli 2026
Wohnung kühlen, Klimaangst lindern: Welche versteckten Vorteile bieten Solaranlagen auf dem Dach?
Solarenergie gilt als „leuchtender Star“ der europäischen Energiewende und schützt Haushalte vor den explodierenden Kosten fossiler Brennstoffe.
Doch Solarmodule auf dem eigenen Dach senken nicht nur die Stromrechnung und machen Europa unabhängiger von schmutzigem Öl und Gas. Sie bringen eine ganze Reihe weiterer, oft übersehener Vorteile mit sich.
Nach erfolgreichem Schweizer Test: Italien plant als Nächstes eine Solarbahn
Europas Infrastruktur entdeckt den Boom der Erneuerbaren für sich. Ein Unternehmen will die Bahnstrecken des Kontinents in lauter kleine Solarkraftwerke verwandeln.
Im vergangenen Jahr verlegte das Schweizer Start-up Sun-Ways in Buttes im Val-de-Travers die weltweit erste Solarbahn: 100 Meter Photovoltaik-Module wurden zwischen aktive Gleise montiert.
Dänemark, Portugal, Litauen vorn: Anteil erneuerbaren Stroms in der EU steigt auf 46 %
Der Anteil des aus erneuerbaren Quellen erzeugten Stroms in der EU wächst weiter, wie neue Daten von Eurostat zeigen.
Im ersten Quartal 2026 lag er bei 45,5 Prozent der gesamten Stromproduktion. Im gleichen Zeitraum 2025 waren es noch 42,7 Prozent.
Tauben, Frösche, Käfer: Mailand debattiert im Rathaus über die Rechte von Stadttieren
Menschen mit Tiermasken versammelten sich im Mailänder Rathaus zur ersten „Versammlung der lebenden Arten“. Sie wollten Entscheidungsträger davon überzeugen, die Tiere, die sie verkörperten, bei der Stadtplanung in Italiens zweitgrößter Metropole mitzudenken.
Luftqualität in Europa verbessert sich: Bericht zeigt „stetigen Rückgang“ wichtiger Schadstoffe
Die Luftqualität in Europa wird besser, auch wenn „anhaltende Smog-Episoden“ den Fortschritt bremsen könnten.
Der Copernicus Atmosphere Monitoring Service (CAMS) der EU erklärt in seinem jüngsten Bericht, dass es zwar in einigen Regionen weiter Probleme mit lokaler Luftverschmutzung gibt, die Gesamtbilanz aber „ermutigend“ bleibt.
„Die Störche waren vor mir da“: Rentner leben in diesem kroatischen Dorf Tür an Tür mit den Vögeln
Im kroatischen Dorf Cigoc sind Störche nicht nur Gäste, sondern Mitbewohner. Jeden Frühling kehren die Weißstörche aus Afrika zurück und nisten auf den Dächern der traditionellen Holzhäuser – in so großer Zahl, dass sie die menschlichen Bewohner regelmäßig übertreffen.
Positive Umweltgeschichten vom Juni 2026
Europas Wärmepumpen ersetzen Nahost-Gasimporte gleich doppelt: Welches Land liegt vorn?
Der Verkauf von Wärmepumpen ist in Europa sprunghaft gestiegen und federt die Haushalte gegen die hohen Gaspreise im Krieg gegen den Iran ab.
Nach einer neuen Analyse des Europäischen Wärmepumpenverbands (EHPA) liefern die installierten Anlagen inzwischen so viel Wärme wie mehr als 200 Tankerladungen verflüssigten Erdgases.
Billige Solarmodule boomen: Europäer bauen grüne Gartenzäune aus PV-Paneelen
Solarzäune setzen sich in Europa immer stärker durch. Viele Haushalte investieren in erneuerbare Energien, seit der Krieg gegen den Iran die Energiepreise in die Höhe treibt.
Leuchtende Pflanzen warnen vor Schädlingen auf dem Acker
Ein spanisches Forschungsteam hat Pflanzen entwickelt, die im Dunkeln leuchten und ihre Farbe ändern, sobald sie infiziert sind. So lassen sich Schädlinge und Krankheiten auf Feldern früh erkennen – mit ganz normalen Kameras.
Solarbetriebene Kühlhäuser steigern Einkommen von Bauern um 50 % und reduzieren Lebensmittelverschwendung
Solargespeiste Kühlräume, Lagerhallen und Kühlzentren abseits des Stromnetzes ermöglichen es Bäuerinnen, Bauern und Händlerinnen, leicht verderbliche Waren zu lagern, ohne auf teure und unzuverlässige Stromnetze angewiesen zu sein. Dieser Wandel gewinnt in Kenia, Nigeria, Äthiopien, Ruanda und Südafrika an Fahrt.
Spaniens Erneuerbaren-Revolution zahlt sich aus: Stromrechnungen sinken trotz Energiekrise
In Spanien sind die Stromkosten gesunken, während sie in vielen anderen Ländern seit Beginn der Energiekrise durch den Krieg gegen den Iran deutlich gestiegen sind.
Neue Berechnungen zeigen, dass Haushalte seit der faktischen Schließung der Straße von Hormus im März monatlich rund 10 Euro weniger für Strom zahlen. Dank des entschlossenen Umstiegs auf saubere Energie haben Erneuerbare den Einfluss fossiler Brennstoffe auf den Strompreis seit 2019 um 75 Prozent gedrückt.
Frankreich stellt 157.000 Hektar zusätzlichen Wald unter Schutz
Frankreich hat sieben neue biologische Schutzgebiete ausgewiesen und zwei bestehende erweitert. Damit stehen weitere 157.000 Hektar Wald unter Schutz – ein Schritt auf dem Weg zu dem Ziel, bis 2030 zehn Prozent der Landesfläche streng zu schützen.
„Kohlekraft hat ihren Status verloren“: Solarenergie überholt Kohle in den USA trotz Trumps Angriffen
Obwohl Präsident Donald Trump die Kohlebranche politisch stützt, erreicht Solarenergie in den USA neue Rekorde und bleibt die wichtigste Quelle für neu ans Netz gehende Kraftwerksleistung.
Positive Umweltgeschichten vom Mai 2026
„Das kann sogar ein fünfjähriges Kind“: Wasserproben aus Flüssen helfen, Leben auf 10 % der Erdoberfläche zu kartieren
Im Kampf gegen das Artensterben verwandelt eDNA-Technologie einfache Wasser- und Bodenproben in eine weltweite Biodiversitätskarte.
Saubere Energie ersparte der EU 2025 rund 51 Milliarden Euro an fossilen Brennstoffimporten – Solarenergie führt
Europa hat 2025 enorme Energiekosten eingespart, weil es seine Abhängigkeit von klimaschädlichen fossilen Brennstoffen verringert und massiv in Erneuerbare investiert hat.
Durch Strom aus Wind und Sonne musste deutlich weniger Öl und Gas importiert werden, berichtet der Thinktank Ember.
Von Fell zu Daten: Wie eDNA die Beobachtung von Wildtieren in Afrika revolutioniert
Im nebelverhangenen Volcanoes-Nationalpark in Ruanda setzen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf ein neues Werkzeug, um bedrohte Berggorillas und Goldmeerkatzen zu schützen: Umwelt-DNA.
Diese sogenannte eDNA identifiziert Arten über genetische Spuren wie Fell oder Kot in Boden und Wasser. Forschende müssen die Tiere dafür nicht mehr zwingend aufspüren.
Pipi für den Planeten: Fußballfans helfen, Schwedens Düngerproblem mit Urin zu lösen
Die Eleda Arena, Heimstadion von Malmö FF, öffnete am 24. Mai ihre Tore – und ihre Toiletten – für eine Aktion, die 1.000 Liter menschlichen Urin sammeln sollte.
Das Ziel: Schwedens Abhängigkeit von importierten fossilbasierten Kunstdüngern zu verringern, die jährlich 1,13 Milliarden Tonnen CO₂-Äquivalente verursachen.
„Aus der Krise eine Chance machen“: Wie Litauen zum Joker im Rennen um saubere EU-Energie wurde
Litauen hat sich im Eiltempo zu einem Kraftzentrum für Erneuerbare entwickelt, weil das Land seine Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen stark reduziert hat.
Der Anteil erneuerbarer Energien am inländischen Stromverbrauch sprang innerhalb von fünf Jahren von 15 auf 50 Prozent im Jahr 2025 – möglich wurde das durch massive Investitionen in Solar- und Windkraft.
Ölstaaten wollten dieses historische Klima-Gutachten verhindern – die UN stellt sich nun dahinter
Trotz intensiver Versuche der USA, sie zurückzuziehen, hat eine wegweisende Resolution zu den rechtlichen Pflichten von Staaten beim Schutz des Planeten vor der Klimakrise eine entscheidende Hürde genommen.
Die UN-Generalversammlung stimmte am 20. Mai mit großer Mehrheit für entschlossenes Handeln gegen den Klimawandel – trotz harter Lobbyarbeit der fossilen Energieländer.
EU-Haushalte könnten durch Wärmepumpen und E-Autos jährlich mehr als 2.200 Euro sparen
Wer auf grüne Heiztechnik und klimafreundliche Mobilität umsteigt, kann seine Energiekosten in der EU jedes Jahr um mehrere Tausend Euro senken – selbst ohne zusätzliche Preisschocks durch fossile Brennstoffe, so ein neuer Bericht.
Lernen Sie die 18-Jährige kennen, deren preisgekrönte Erfindung der Mikroplastik-Krise den Kampf ansagt
Mit gerade einmal 18 Jahren nimmt Ayra Satheesh es mit einer der größten Umweltbedrohungen unserer Zeit auf.
Die irische Schülerin wurde am elften Mai als europäische Gewinnerin des renommierten Earth Prize bekanntgegeben – des weltweit größten Umweltwettbewerbs für Jugendliche, der Mentoring und Fördergelder von 100.000 US-Dollar (85.000 Euro) bietet.
„David-Attenborough-Effekt“: Diese Tierkünstler lassen sich vom legendären Naturfilmer inspirieren
Sir David Attenborough dürfte als wohl bedeutendster Tier- und Naturdokumentarist der Welt in die Geschichte eingehen – und in diesem Mai wurde er 100 Jahre alt.
Für die Künstler Skip und Katherine Khangurra hat der sogenannte „Attenborough-Effekt“ ihr Leben verändert. Sie schildern, wie die Themen seiner Filme echte Veränderungen anstoßen.
„Sie wissen, dass sie in Sicherheit sind“: 1.500 Beagles beginnen nach Rettung aus dem Versuchslabor ein neues Leben
1.500 Beagle-Hunde sind aus einer Zucht- und Forschungseinrichtung freigekauft worden und starten nun in ein neues Zuhause.
„Dieses Tier gibt uns eine Identität“: Ikonische Kiwi-Vögel kehren in Neuseelands Hauptstadt zurück
Der Kiwi, Neuseelands heiliges Nationaltier, verschwand vor mehr als einem Jahrhundert aus den Hügeln rund um Wellington. Nun kämpfen die Bewohnerinnen und Bewohner der Hauptstadt mit einer ungewöhnlichen Bürgerinitiative darum, die bedrohten flugunfähigen Vögel wieder in die Stadt zu holen.
Positive Umweltgeschichten vom April 2026
„Jetzt vorangehen oder abgehängt werden“: Kolumbien-Konferenz drängt auf Ausstieg aus fossilen Brennstoffen
Die aktuelle Energiekrise zeigt, wie abhängig viele Staaten noch von importierten fossilen Brennstoffen sind – und welche Risiken das birgt. Vor diesem Hintergrund kamen in Santa Marta in Kolumbien 56 Länder zur ersten internationalen Konferenz zusammen, die eine faire und geordnete Abkehr von Öl, Gas und Kohle skizzieren soll.
„Loslösung von fossilen Schocks“: Solar- und Windkraft machen Europas Strom um 25 % günstiger
Angesichts der Energiekrise und turbulenter fossiler Märkte erweisen sich Investitionen in Erneuerbare als entscheidend, um Verbraucherinnen, Verbraucher und Unternehmen vor den schlimmsten Preissprüngen zu schützen.
Eine Auswertung von SolarPower Europe zeigt: Allein seit dem ersten März hat Solarstrom Europa täglich mehr als 100 Millionen Euro erspart – insgesamt bereits über 3 Milliarden Euro.
„Ich liebte einfach alles daran“: Auf Deutschlands Barfußwanderwegen die Natur neu spüren
Am Rand eines Wanderwegs im Schwarzwald streifen Besucherinnen und Besucher die Schuhe ab und laufen barfuß über idyllische Pfade. Laut Podologinnen, Podologen und Barfußfans stärkt das das seelische Wohlbefinden und die Fußgesundheit.
„Fit und frech“: Einst ausgestorbene Bandicoots leben wieder frei auf einer australischen Insel
Eine Art, die auf dem australischen Festland als ausgestorben galt, macht dank eines weltweit einzigartigen genetischen Rettungsprogramms „entscheidende Schritte zur Erholung“.
Naturschützer setzten bis zu 100 Östliche Hasenratten auf Phillip Island aus, einer bewohnten Küsteninsel nahe Melbourne.
Fünf europäische Länder sparen dank sauberem Strom in diesem Jahr 58 % bei den Energiekosten
EU-Staaten mit dem saubersten Energiemix sind deutlich besser gegen steigende Öl- und Gaspreise gewappnet. Der Krieg gegen den Iran macht die wahren Kosten der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen besonders sichtbar.
„Wichtige Schwelle überschritten“: Erneuerbare decken wachsenden Strombedarf, fossile Kraftwerke fahren zurück
Laut einem neuen Bericht hat die Stromerzeugung aus sauberer Energie 2025 erstmals das Wachstum der weltweiten Stromnachfrage übertroffen. Fossile Kraftwerke mussten deshalb ihre Produktion insgesamt zurückfahren – ein historischer Wendepunkt.
„Wunderbaum“ entfernt 98 % der Mikroplastikpartikel aus Trinkwasser, übertrifft chemische Methoden
Eine jahrtausendealte Reinigungstechnik könnte Europas mit Mikroplastik belastetes Trinkwasser entscheidend verbessern.
In einer aktuellen Studie zeigten Samen des „Wunderbaums“ Moringa, dass sie gealterte PVC-Mikroplastikpartikel – eine der gesundheitsschädlichsten Plastikarten – ebenso gut oder besser herausfiltern als chemische Alternativen.
Solar und Wind überholen Kohle: Energiekrise durch Iran-Krieg löst kein fossiles Comeback aus
Das vielfach prognostizierte „Comeback der Kohle“ infolge der Energiekrise durch den Krieg gegen den Iran ist ausgeblieben, wie ein Bericht des Centre for Research on Energy and Clean Air (CREA) zeigt.
Die Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen sank insgesamt um ein Prozent, gasbasierte Kraftwerke reduzierten ihre Produktion sogar um vier Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Ungarnwahl verspricht Investitionen in Erneuerbare und strengere Regeln für ausländische Fabriken
Die Wahl in Ungarn am 13. April brachte eine politische Zäsur: Viktor Orbán wurde nach 16 Jahren als Premierminister abgewählt. Unter dem neuen Tisza-Parteichef Péter Magyar wächst die vorsichtige Hoffnung, dass die stark geschwächten Umweltauflagen und Klimaziele des Landes wiederaufgebaut werden.
Wüstenhafte Rekord-Solarstadt macht die Türkei zur neuen Spitze im europäischen Erneuerbaren-Rennen
Die Türkei macht bemerkenswerte Fortschritte bei der Energiewende, während sie sich auf die Ausrichtung der Klimakonferenz COP31 im November vorbereitet.
Das Land beherbergt inzwischen eines der größten Solarkraftwerke der Welt und verfügt über eine der umfangreichsten Batteriespeicher-Pipelines Europas.
Von Biodiversität bis CO₂-Speicherung: Die Rettung des Wisents bringt Europa große Vorteile
Der Europäische Wisent kehrt vielerorts zurück und bringt eine Fülle von Vorteilen für die Tier- und Pflanzenwelt mit sich.
Einst weit verbreitet, wurde das größte wildlebende Landsäugetier Europas im frühen zwanzigsten Jahrhundert durch Jagd und Lebensraumverlust fast ausgerottet.
Heute streifen wieder Herden durch Gebiete im Vereinigten Königreich, in Rumänien, Deutschland, der Schweiz, Polen, Belarus und Litauen.
„Das Leben geht weiter“: Ukrainerinnen und Ukrainer finden Trost, indem sie vom Krieg gerettete Fledermäuse freilassen
Hunderte Fledermäuse, viele von ihnen aus kriegszerstörten Regionen im Osten der Ukraine gerettet, wurden zum Frühlingsbeginn in die Freiheit entlassen – begleitet von Jubel und Applaus der Zuschauer.
„Es war ein Scherz“: Jonathan, die älteste Schildkröte der Welt, lebt – trotz falscher Todesmeldungen
Berichte über den Tod des ältesten noch lebenden Landtieres der Welt entpuppten sich als „Scherz“ mit Verbindungen zur Kryptoszene.
Laut Guinness World Records ist Jonathan, eine Seychellen-Riesenschildkröte, das älteste lebende Landsäugetier und zugleich die älteste je registrierte Schildkröte. Als er 1882 nach St. Helena gebracht wurde, schätzte man sein Alter auf etwa 50 Jahre.
Solarstrom sparte Europa im März 3 Milliarden Euro an fossilen Brennstoffimporten: Welches Land führt?
Solarenergie hilft Europa, sich von den extremen Kosten fossiler Brennstoffimporte zu befreien, die der Krieg gegen den Iran nach oben treibt.
Allein in den ersten 20 Märztagen errechnete SolarPower Europe, dass Solarstrom der EU rund 2 Milliarden Euro an sonst notwendigen Fossilimporteinsparungen gebracht hat.
Positive Umweltgeschichten vom März 2026
„Verwandlung ins Leben“: Wie Ihr Körper dank Terramation zu fruchtbarer Erde werden kann
In ganz Europa nehmen die Kampagnen Fahrt auf, die die Legalisierung von menschlicher Kompostierung als grüne Alternative zu Bestattung und Einäscherung fordern.
Im Vereinigten Königreich führt der Bestattungsfachmann Kristoffer Hughes diese Bewegung an.
Großbritannien will Hausbesitzerinnen und Hausbesitzern lieber Gratisstrom geben, statt Windräder abzuschalten
Europäische Länder geben Milliarden aus, um veraltete Stromnetze zu managen, die schlecht zu den schwankenden Einspeisemengen aus erneuerbaren Quellen passen. Um Angebot und Nachfrage auszubalancieren, werden Windräder oft gedrosselt oder abgeschaltet oder flexible fossile Kraftwerke hochgefahren, die in Bereitschaft gehalten werden.
Um Überschussstrom sinnvoll zu nutzen, statt ihn zu vergeuden, plant das britische Energiesicherheitsministerium, Haushalte an windreichen Tagen mit vergünstigtem Strom zu versorgen.
„Biodiversität in unseren Händen“: Britische Banknoten zeigen künftig heimische Tierwelt
Historische Persönlichkeiten wie Winston Churchill sollen auf britischen Geldscheinen bald heimischer Tier- und Pflanzenwelt weichen.
Mehr als 26.000 Menschen stimmten dafür, die Natur auf die Pfundnoten zu bringen.
Ultraschall könnte Europas Igel vor dem Aussterben bewahren, sagen Forschende
Die europäischen Igelbestände sind in den vergangenen zehn Jahren um 30 Prozent eingebrochen; seit 2024 gelten sie auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) als „potenziell gefährdet“.
Eine neue Entdeckung könnte ihre Zukunft jedoch deutlich verbessern.
„Seltene Augenblicke“: Gewinnerinnen und Gewinner der British Wildlife Photography Awards stehen fest
Die Siegerinnen und Sieger der British Wildlife Photography Awards 2026 stehen fest und feiern die stille Schönheit der Natur im Vereinigten Königreich.
„Wir verändern die Zukunft“: Warum Frauen die grüne Politik in Europa prägen
„Bei der nächsten Parlamentswahl rollt eine grüne Welle an“, erklärte Hannah Spencer, als sie vergangene Woche als erste Abgeordnete der Grünen im Norden Englands ins Parlament einzog. An der Spitze dieser Bewegung steht sie gemeinsam mit einer wachsenden Gruppe engagierter Frauen.
Von CO₂-speichernden Tigern bis zu Hochwasser bremsenden Bibern: Wie Wildtiere heimlich das Klima schützen
Wildtiere spielen durch ihr natürliches Verhalten eine „entscheidende Rolle“ bei der Abschwächung der menschengemachten Klimakrise.
Zum World Wildlife Day am dritten März stellt Euronews Earth die verborgene Arbeit dieser tierischen „Superhelden“ vor.
„Hoffnung für indigene Völker“: Eine unerwartete Geburt könnte dieses Amazonas-Volk vor dem Verschwinden bewahren
Jahrelang galten drei Frauen als die letzten Überlebenden der Akuntsu, eines indigenen Volkes, das durch staatlich geförderte Rodungen im Amazonasgebiet fast ausgelöscht wurde. Da sie älter wurden und kein Kind die Linie fortführte, rechneten viele damit, dass das Volk mit ihrem Tod verschwinden würde.
Das änderte sich im Dezember: Babawru, die jüngste der drei Frauen, brachte in ihren Vierzigern einen Jungen zur Welt.
Positive Umweltgeschichten vom Februar 2026
„Es ist echte neuseeländische Pflicht, diese Vögel zu retten“: Beeren-Ernte macht Hoffnung für den geliebten Kakapo
Die einzige flugunfähige Papageienart der Welt galt lange als zum Scheitern verurteilt.
Doch die nachtaktiven, scheuen Kakapos, heimische Vögel Neuseelands, bewegen sich dank einer ungewöhnlichen Schutzkampagne langsam in Richtung Überleben: In drei Jahrzehnten stieg ihre Zahl von 50 auf mehr als 200 Tiere.
Riesenschildkröten kehren fast 150 Jahre nach ihrem Verschwinden auf diese Galápagos-Insel zurück
Fast 150 Jahre nachdem die letzten Riesenschildkröten von der Insel Floreana im galápagischen Archipel Ecuadors entfernt wurden, feiern sie ihr Comeback: Am 20. Februar wurden Dutzende junge Hybridtiere ausgesetzt, um das ausgelaugte Ökosystem der Insel zu regenerieren.
„Sauberer Strom überall“: Wie Solarenergie aus dem All uns über Klimaneutralität hinausbringen könnte
Was lange wie Science-Fiction wirkte, könnte die Erneuerbaren-Branche bald tiefgreifend verändern: Solarenergie aus dem Weltraum.
Eine Studie im Auftrag des britischen Energiesicherheitsministeriums kommt zu dem Schluss, dass kleine, weltraumbasierte Solarkraftwerke bereits um 2040 mit anderen Stromquellen konkurrieren könnten.
Im Zoo von Florida entwickelte „verrückte“ Idee rettet wildem Nashorn in Afrika das Augenlicht
Verhaltensforscherinnen und -forscher aus Florida reisten im August nach Afrika, um einem bedrohten weißen Nashorn mit einer lebensgefährlichen parasitären Augeninfektion zu helfen.
Sie entwickelten einen Plan, der auf Erfahrungen aus dem Palm Beach Zoo basiert, wo Tiere lernen, freiwillig an ihrer eigenen medizinischen Versorgung mitzuwirken.
„Die Nashörner gedeihen jetzt richtig; das Team ist sehr, sehr zuversichtlich, dass das Problem damit gelöst ist“, sagt Angi Lacinak, Mitgründerin von Precision Behavior.
Leise, bequem und emissionsarm: Wie eine „fliegende“ Fähre Stockholms Wasserwege verändert
Ende 2024 bekamen Pendlerinnen und Pendler in Stockholm ein neues Verkehrsmittel: eine „fliegende“ elektrische Fähre.
Gut ein Jahr später bewertet die schwedische Verkehrsbehörde die Teststrecke als vollen Erfolg.
Rückkehr der Gänsegeier auf Sardinien gilt als eines der größten Naturschutz-Erfolge Italiens
Die Gänsegeier Sardiniens standen zu Beginn der 2010er Jahre kurz vor dem Aussterben.
Ihre Bestände stürzten ab, weil sie indirekt vergiftet wurden – etwa durch Pestizide und Chemikalien in den Kadavern, von denen sie sich ernähren.
Heute leben auf der italienischen Insel wieder mehr als 500 dieser Vögel – ein Naturschutzerfolg, der im ganzen Land Aufsehen erregt.
Ein „Uber auf Schienen“: Französisches Unternehmen rüstet Transporter um, um stillgelegte Bahnlinien zu beleben
In Frankreich liegen Tausende Kilometer Bahnstrecke brach, weil sich eine Sanierung für schwere, moderne Züge kaum lohnt.
Ein Start-up hat nun eine alternative Lösung entwickelt, um sie wieder nutzbar zu machen.
Statt klassischer Züge sollen künftig Hybrid-Vans namens „Ferromobiles“ der Ingenieurfirma SICEF über die Schienen rollen.
Portugal führt EU-Ranking an: Über 80 % des Stroms im Januar stammen aus Erneuerbaren
Nach Angaben des portugiesischen Verbands für erneuerbare Energien (APREN) kamen im Januar 2026 beeindruckende 80,7 Prozent des in Portugal erzeugten Stroms aus erneuerbaren Quellen.
Das ist der beste Wert seit neun Monaten – seit einem landesweiten Stromausfall, der im vergangenen Jahr Chaos auslöste – und katapultiert Portugal europaweit auf Platz zwei. Das Nicht-EU-Land Norwegen liegt mit 96,3 Prozent erneuerbarem Strom vorn, Dänemark folgt mit 78,8 Prozent auf Rang drei.
„Heiße Sandkörner für ein kühleres Klima“: Findet Finnland hier die Lösung für industrielle Wärmeemissionen?
Finnland nutzt die unerwartete Kraft von Sand, um industrielle Wärme zu dekarbonisieren – eine große „Blindstelle“ in der globalen Emissionsbilanz.
Die Erzeugung industrieller Prozesswärme zählt zu den größten und schwierigsten Quellen von CO₂-Emissionen und verschlingt rund ein Fünftel des weltweiten Energieverbrauchs.
Verbessern Heißluftfritteusen heimlich die Luftqualität in der Wohnung?
Heißluftfritteusen verbrauchen oft weniger Strom als herkömmliche Backöfen, was in Zeiten hoher Energiepreise ein Vorteil ist.
Nun zeigt eine Studie, dass sie unter einer wichtigen Voraussetzung auch die Raumluft weniger belasten können.
Positive Umweltgeschichten vom Januar 2026
„Runter von der fossilen Achterbahn“: Zehn europäische Staaten sagen 9,5 Milliarden Euro für Nordsee-Windprojekte zu
Fast ein Dutzend Staaten haben sich zusammengeschlossen, um aus der „fossilen Achterbahn“ auszusteigen und die Windenergie auf See massiv auszubauen.
Belgien, Dänemark, Frankreich, Deutschland, Island, Irland, Luxemburg, die Niederlande, Norwegen und das Vereinigte Königreich unterzeichneten die Hamburger Erklärung – eine wegweisende Vereinbarung über 100 Gigawatt gemeinsame Offshore-Windprojekte in der Nordsee bis 2050. Das entspricht dem Strombedarf von rund 143 Millionen Haushalten.
Kann ein „nachhaltiges“ Fungizid Frankreichs Weinberge vor klimabedingten Krankheiten retten?
Winzerinnen und Winzer schöpfen neue Hoffnung, nachdem Frankreich Fungizide verboten hat, auf die sie bisher zum Schutz ihrer Trauben vor Mehltau und Schimmel setzten.
Sean Smith, Chef des britischen Technologieunternehmens Eden Research, hat eine „tragfähige und nachhaltige“ Alternative zu kupferhaltigen Pestiziden entwickelt.
Solar- und Windkraft überholen fossile Energieträger in der EU erstmals
2025 produzierten Wind- und Solaranlagen in der EU erstmals mehr Strom als fossile Kraftwerke – ein „Meilenstein“ auf dem Weg zu sauberer Energie.
„Historischer“ Hochseevertrag tritt in Kraft
Der lang erwartete Hochseevertrag ist in Kraft getreten und markiert einen „historischen Meilenstein“ für den globalen Meeresschutz.
Die Hohe See bedeckt fast die Hälfte der Erdoberfläche, liegt außerhalb nationaler Grenzen und gehört zum globalen Gemeingut. Bisher fehlte jedoch ein eigenes Rechtsinstrument, das die dortige Artenvielfalt schützt und den gerechten Zugang zu den Ressourcen regelt.
Wir haben das Potenzial kohlenstoffspeichernder Pilze unterschätzt: Lernen Sie die Forscherin kennen, die das ändern will
Ein „unsichtbarer“ Schlüssel im Kampf gegen die Klimakrise rückt in den Fokus, seit die Evolutionsbiologin Toby Kiers mit dem Tyler Prize for Environmental Achievement 2026 ausgezeichnet wurde.
Der Preis, oft als „Nobelpreis fürs Klima“ bezeichnet, würdigt „herausragende“ wissenschaftliche Leistungen in Umweltforschung, Gesundheit und Energie zum Wohle der Menschheit. Er ist mit 250.000 US-Dollar, rund 215.000 Euro, dotiert.
Wie Korallenriffe zur Geheimwaffe gegen den weltweiten Hunger werden könnten
Korallenriffe könnten zu einem wichtigen Baustein im Kampf gegen den globalen Hunger und für bessere Ernährung werden.
Neue Forschungen des Smithsonian Tropical Research Institute (STRI) zeigen, dass sich Fischbestände an Korallenriffen noch auf ein „nachhaltiges Niveau“ aufbauen lassen – und damit Mangelernährung bekämpfen könnten. Mancherorts wäre das in nur sechs Jahren erreichbar.
Seltene Walart erlebt ermutigende Geburts-Saison
Eine der seltensten Walarten der Welt bringt in dieser Saison mehr Junge zur Welt als in einigen der vergangenen Jahre. Fachleute mahnen jedoch, dass noch deutlich mehr Nachwuchs nötig ist, um ein Aussterben abzuwenden.
Der Bestand des Nordatlantischen Glattwals wird auf etwa 384 Tiere geschätzt und steigt nach mehreren Jahren des Rückgangs langsam wieder an.
Frankreichs Verbot von „Ewigkeitschemikalien“ tritt in Kraft. Das ändert sich jetzt
Frankreichs Verbot sogenannter „Ewigkeitschemikalien“ gilt seit dem ersten Januar. Vorausgegangen war wachsende Sorge über die Gesundheitsrisiken dieser langlebigen Schadstoffe.
Das wegweisende Gesetz wurde am 20. Februar 2025 verabschiedet, nachdem mehr als 140.000 Bürgerinnen und Bürger ihre Abgeordneten zur Zustimmung aufgerufen hatten.