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Gut schlafen? Tai Chi wirkt so gut wie Gesprächstherapie, zeigt neue Studie

Eine neue Studie zeigt: Tai Chi ist bei chronischen Schlafproblemen so wirksam wie Gesprächstherapie.
Eine neue Studie zeigt: Tai Chi hilft bei langjährigen Schlafproblemen ebenso gut wie Gesprächstherapie. Copyright  Canva
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Von Euronews
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Eine in China praktizierte Körper-Geist-Übung verbessert den Schlaf. Sie wirkt genauso gut wie eine Gesprächstherapie, zeigt eine aktuelle Studie.

Tai Chi, die chinesische Übung für Körper und Geist, wirkt bei chronischer Schlaflosigkeit genauso gut wie Gesprächstherapie. Das zeigt eine neue Studie.

Die Studie, veröffentlicht im British Medical Journal, ordnete per Zufall 200 chinesischen Erwachsenen über 50 entweder Tai Chi oder kognitive Verhaltenstherapie (CBT) zu. Diese zielorientierte Gesprächstherapie hilft, Depressionen und Angst zu bewältigen. Beide Ansätze sollten chronische Schlaflosigkeit behandeln.

Chronische Schlaflosigkeit gehört bei Menschen mittleren und höheren Alters zu den häufigsten Schlafstörungen. Laut Studie kann sie zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen, psychischen Störungen und kognitiven Einbußen führen.

Beide Gruppen absolvierten insgesamt 24 Sitzungen innerhalb von drei Monaten.

Die Forschenden erfassten die Veränderung der Ausprägung der Schlaflosigkeit nach drei Monaten und erneut ein Jahr nach Studienende.

Nach drei Monaten lag die Gesprächstherapie vorn. Nach einem Jahr erzielten die Tai-Chi-Gruppe und die Therapieteilnehmenden jedoch ähnliche Ergebnisse.

Nach der Studie brachten Tai Chi und CBT außerdem "vergleichbare Vorteile bei subjektiven Schlafparametern, Lebensqualität, psychischer Gesundheit und körperlicher Aktivität".

"Unsere Studie stützt Tai Chi als alternative Behandlungsoption für die langfristige Behandlung chronischer Schlaflosigkeit bei Menschen mittleren und höheren Alters", heißt es in einer Erklärung des Forschungsteams.

Die Autorinnen und Autoren merken an, dass manche Teilnehmende nach der Beobachtungsphase möglicherweise weiter Tai Chi geübt haben. Das könnte positivere Effekte bewirkt haben, als wenn sie nach der Studie aufgehört hätten.

Sie betonen zudem, dass weitere Studien nötig sind, um zu klären, ob Tai Chi auch Menschen in anderen Ländern, Regionen oder Bevölkerungsgruppen nützt.

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