Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

Der Unterschied zwischen CO2-Emissionen und CO2-Konzentration

euronews_icons_loading
Der Unterschied zwischen CO2-Emissionen und CO2-Konzentration
Copyright  euronews
Von Jeremy Wilks  & Sabine Sans

**Im Rahmen der COP26-Klimakonferenz hört man gerade sehr viel über CO2-Emissionen, aber sehr viel weniger über die CO2-Konzentration in der Atmosphäre. Aber man muss den Unterschied verstehen, um die Auswirkungen des Klimawandels zu begreifen. Euronews-Reporter Jeremy Wilks erklärt es Ihnen: **

Die Atmosphäre als Badewanne

Wissenschaftlern zufolge, kann man sich dieses Problem am besten vorstellen, wenn man sich die Atmosphäre als Badewanne denkt - die CO2-Emissionen sind das Wasser, das in die Wanne fließt, und die CO2-Konzentration ist die Wassermenge in der Badewanne.

Menschliche Aktivitäten wie das Verbrennen fossiler Brennstoffe, das Abholzen von Wäldern und die Herstellung von Zement erzeugen Emissionen, die die CO2-Konzentration erhöht. (

Die berühmte Keeling-Kurve

Die Grafik der Mauna Loa Messstation auf Hawaii - die berühmte Keeling-Kurve - zeigt, wie die CO2-Konzentrationen steigen. 

Die CO2-Konzentration in der Atmosphäre steigt unaufhörlich – und immer schneller – weiter an. Seit 1974 misst die NOAA-Station (National Oceanic and Atmospheric Administration) am Mauna Loa auf Hawaii kontinuierlich die CO2-Konzentration. Begonnen hatte damit bereits Charles David Keeling Ende der 50er Jahre. Daraus ist dann 1957 die ständig steigende nach ihm benannte Keeling-Kurve entstanden.

Die Natur absorbiert zwar einen Teil des CO2, aber sie kann mit unseren Emissionen nicht Schritt halten.

Schreckliche Aussichten

Auf dem COP26-Klimagipfel in Glasgow ist ein Hauptthema das Erreichen der "Netto-Null" bis 2050, was bedeutet, dass man aufhört, die metaphorische Badewanne zu füllen. Aber die CO2-Konzentration wird noch Hunderte Jahre hoch bleiben, denn CO2 hält sich viele Hunderte Jahre in unserer Atmosphäre.

Das heißt, dass die globale Erwärmung auch in einer Netto-Null-Welt weitergehen wird. Carlo Buontempo, der Direktor des Copernicus Climate Change Service, erklärt das:

"Es gibt eine Trägheit im System, die Temperatur steigt weiter ein wenig an, bevor sie zu sinken beginnt. Gletscher werden weiter schmelzen, der Meeresspiegel wird weiter ansteigen, das wird sich in den nächsten Hunderten von Jahren fortsetzen. Das sind schreckliche Aussichten."