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Hitzewellen: Kos fürchtet um Touristen, Wein, Olivenöl und Honig

Landwirte und Erzeuger auf der Insel Kos stehen aufgrund des Klimawandels vor Schwierigkeiten.
Landwirte und Erzeuger auf der Insel Kos stehen aufgrund des Klimawandels vor Schwierigkeiten. Copyright SAKIS MITROLIDIS/AFP
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Von Euronews
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Kos ist eines der beliebtesten griechischen Reiseziele. Jedes Jahr kommen mehr als eine Million Menschen auf die Insel. Doch man befürchtet, dass die Touristen in Zukunft wegen lang anhaltender Hitzewellen wegbleiben, besonders im Juli und August.

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Kos ist eines der beliebtesten griechischen Reiseziele. Jedes Jahr kommen mehr als eine Million Menschen auf die Insel. Doch man befürchtet, dass die Touristen in Zukunft wegen lang anhaltender Hitzewellen wegbleiben, besonders im Juli und August. 

Wein, Olivenöl und Honig. Landwirt:innen bekommen die Folgen des Klimawandels bereits zu spüren. Schwere Trockenheit, höhere Temperaturen und weniger Regen. Sowohl die Quantität als auch die Qualität der auf der Insel produzierten Produkte könnte in den kommenden Jahren abnehmen. 

Blüten verbrennen, Bienen sterben

Bei Temperaturen von bis zu 40 Grad verbrennen die weißen Blüten der Olivenbäume. Hinzu kommt, dass die milden Winter die Kühl- und Erholungszeit für die Bäume reduzieren.

Im Durchschnitt sind 300 bis 600 Stunden "Kühlung" der Olivenbäume für ihr normales Wachstum notwendig. Olivenbauer Ioannis Papadimitriou sagt, dass die Produktion nicht nur auf Kos, sondern in ganz Griechenland beeinträchtigt ist. 

"Für das kommende Jahr erwarten wir einen Rückgang der Produktion um etwa 30 bis 40 Prozent und das ist hauptsächlich auf den Klimawandel zurückzuführen", so Papadimitriou.

Die Imker:innen haben mit den gleichen Schwierigkeiten zu kämpfen. Der milde Winter gaukelt den Bienen vor, es sei Frühling. Die Bienen ruhen nicht und viele Blumen blühen zu früh. Viele sind in Juni schon tot. Hinzu kommt unbeständiges Wetter.

"Wir hatten dieses Jahr ein verrücktes Wetter und sehen jetzt die Auswirkungen mit Beginn der Produktion", erklärt Imkerin Anthouli Dionysia. "Wir hatten zur falschen Zeit viel Regen und jetzt viel Hitze. Ich sehe, dass das Ergebnis nicht wie erwartet ist. Das betrifft zunächst die Menge, bald werden wir auch die Qualität prüfen."

Klimawandel - der Feind der Winzer:innen

In den vergangenen Jahren haben die Winzer:innen von Kos versucht, den Wein der Insel über die Grenzen Griechenlands hinaus bekannt zu machen, doch der Klimawandel erweist sich als starker Feind. 

Die hohen Temperaturen wirken sich auf die Trauben aus, ohne sie direkt zu zerstören. Es kommt zu chemischen Veränderungen, die den Geschmack von Wein verändern. Ihre Qualität und Identität hängen von der feinen Chemie der Trauben und den Bedingungen ab, unter denen sie angebaut werden.

Winzerin Mary Triantafyllopoulou sagt, dass der Klimawandel den Wein hart trifft. "Doch moderne Anbautechniken und wissenschaftliche Erkenntnisse begrenzen den Schaden. Wir brauchen die Hilfe von Experten und große Sorgfalt im Weinberg."

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