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Iran-Krise: EU drängt auf De-Eskalation

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Von Stefan Grobe
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Iran-Krise: EU drängt auf De-Eskalation. Brüssel will mit Teheran im Gespräch bleiben, um Atomabkommen zu retten

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In Brüssel haben die NATO-Botschafter über die Auswirkungen der anhaltenden Spannungen im Nahen Osten beraten, drei Tage nach dem gezielten US-Schlag gegen einen führenden iranischen Offizier im Irak.

Anschließend demonstrierte NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg Einigkeit des Bündnisses und warnte den Iran vor Gegenmaßnahmen.

Die Verbündeten hätten für Mäßigung und De-Eskalation aufgerufen. Ein neuer Konflikt sei in niemandes Interesse, so Stoltenberg.

Der Iran müsse Gewalt und Provozierungen stoppen.

Ein ähnliches Echo auch von der Europäischen Kommission.

Die neue Präsidentin Ursula von der Leyen erklärte, weitere Spannungen seien weder im iranischen noch im irakischen Interesse.

Der neue EU-Außenbeauftragte Josep Borrell lud seinen iranischen Amtskollegen zu Gesprächen nach Brüssel ein.

Auf Twitter sagte Borrell, er bedauere die jüngsten Äußerungen Teherans, das Atomabkommen praktisch nicht weiter einzuhalten.

Er werde aber weiter mit allen Beteiligten um eine diplomatische Lösung ringen.

In einem Telefonat mit Borrell ließ es der iranische Außenminister Javad Zarif offen, ob er die Einladung nach Brüssel akzeptiere.

Ein Sprecher der EU-Kommission unterstrich die Notwendigkeit für verstärktes diplomatisches Engagement und deutete dabei die Bereitschaft Irans an, auf diesem Weg weiter zu gehen.

In ihrem Telefongespräch hätten Borrell und Zarif die Bedeutung des Atomabkommens hervorgehoben und klargemacht, den Dialog auf allen politischen Ebenen fortsetzen zu wollen.

Es gebe ein Interesse auf beiden Seiten, die beiderseitigen Gespräche fortzusetzen.

Die Krise im Nahen Osten und die Zukunft des iranischen Atomabkommens stehen auf der Tagesordnung eines EU-Außenministertreffens, das Borrell für diesen Freitag nach Brüssel einberufen hat.

Vor allem die deutsche Regierung hatte sich für ein rasches Krisentreffen eingesetzt.

Ob die europäische Diplomatie allerdings den Iran davon abhalten kann, sein Atomprogramm wiederzubeleben, ist völlig offen.

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