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Brüssel kämpft gegen schlechte Luft

Brüssel kämpft gegen schlechte Luft
Copyright Couple Amandine and Geoffrey signed up for Curieuzenair, concerned for their future and their familys.
Copyright Couple Amandine and Geoffrey signed up for Curieuzenair, concerned for their future and their familys.
Von Méabh Mc Mahon
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Brüsseler als Luftqualitätsbeobachter - nach mehr Fahrradwegen und Tempo 30 der jüngste Versuch, die Stadt aus den Top Ten der schmutzigsten Europas zu kriegen.

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Brüssel ist die inoffizielle Hauptstadt Europas und der Ort, an dem die EU sich auf Klimaziele und Umweltgesetze einigt. Brüssel ist aber leider auch unter den zehn Städten Europas mit der niedrigsten Luftqualität. Der Stadt steht deswegen ein Verfahren der EU bevor.

Jetzt hat sie eine Initiative ergriffen, die helfen soll, das zum Besseren zu ändern:

Curieuzenair heißt sie und setzt auf Bürgerinnen und Bürger, die von ihrem Zuhause aus die Luftqualität messen.

Amandine und Geoffrey wollen mitmachen, ihrer und ihrer Kinder Zukunft wegen. Geoffrey sagt uns:

"Wir sind an diesem Projekt interessiert, weil wir vier Kinder haben. Wir wohnen in einer kleinen Wohnung hier in Brüssel und verbringen auch viel Zeit in der Nachbarschaft, und wollen wirklich eine bessere, frischere Luft."

Insgesamt dreitausend Bürgerinnen und Bürger sollen in Brüsseln Daten sammeln, die dann den Kommunalpolitikern zugänglich gemacht werden, Politikern wie die Brüsseler Mobilitätsministerin Elke Van den Brandt von den flämischen Grünen. Seit 2019 im Amt, hat sie bereits 40 Kilometer neu Radwege bauen lassen und ein Tempolimit von 30 Stundenkilometern in der Stadt durchgesetzt.

Gegenüber Euronews sagt sie:

"Die Menschen in Brüssel sehnen sich nach besserer Luft und mehr Sicherheit im Straßenverkehr. Wir sind also zuversichtlich, dass wir sie in unserer Richtung mitnehmen können. Unser Mobilitätsplan entfaltet sich nun seit drei Jahren und bisher waren die Reaktionen immer überwiegend positiv, auch bei den 8000 schriftlichen Kommentaren, die wir erhalten haben. Die Menschen wollen die Stadt zum Besseren verändern. Natürlich gibt es immer wieder auch mal Spannungen, dann müssen wir erklären, warum die Veränderungen gut für alle Bewohner sind."

Auf EU-Ebene ist der spanische Europaabgeordnete Javi Lopez in Sachen Luftqualität unterwegs. Er ist parlamentarischer Berichterstatter des neuen EU-Richtlinienpakets zur Luftqualität:

"Wir haben in den 80er Jahren mit der Gesetzgebung zur Luftqualität angefangen, und haben seitdem auch gewisse Teilerfolge erzielt. Aber das Wissen und die Positionen, etwa der Weltgesundheitsorganisation, haben sich erweitert und verändert, und wir müssen unsere Gesetzgebuing den dadurch entstandenen neuen Standards anpassen."

Die EU-Kommission will im kommenden Jahr ihre Vorschläge zum Thema vorlegen. Aber wie das Beispiel Brüssel zeigt, können auch Städte und Gemeinden bereits in der Zwischenzeit zu einer besseren Luftqualität beitragen.

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