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REPowerEU ist Brüssels Antwort auf die Energiekrise

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Von Stefan Grobe  & Aida Sanchez Alonso
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Von Energiesparen bis Solaranlagen - Brüssels' Energieplan für die Zukunft
Von Energiesparen bis Solaranlagen - Brüssels' Energieplan für die Zukunft   -   Copyright  Sergei Chuzavkov/Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved.

Die Europäische Union ist entschlossen, die Energieabhängigkeit von russischen fossilen Brennstoffen zu verringern. Und dazu hat die EU-Kommission einen Plan unter dem Namen Repower EU vorgelegt.

Die Energie-Kommissarin erkennt dabei an, dass es nicht einfach wird: Es sei einfach, Europas Ambitionen, unabhängig von russischem Gas zu werden, als Wunschdenken oder gar als Rezept für hohe Preise abzutun, sagt  Kadri Simson. Brüssel sei sich der Herausforderung bewusst. Doch die langfristigen Vorteile wögen die kurzfristigen Kosten von RepowerEU deutlich auf.

Der Vorschlag basiert auf drei Säulen:

-Diversifizierung der Importe

-Energie sparen

- und den Ausbau erneuerbarer Energien.

Solarmodule sind eines der Schlüsselelemente, um das Ziel zu erreichen, den Anteil erneuerbarer Energien bis 2030 auf 45 Prozent zu erhöhen. Alle neuen Gebäude müssen Solardächer installieren. Zunächst wird es für öffentliche Gebäude verpflichtend sein und ab 2029 auf alle neuen Wohngebäude ausgedehnt.

Und bei Großprojekten wie Offshore-Windparks wird die Bürokratie stark abgebaut:

Ein Haupthindernis für den Einsatz erneuerbarer Energien in Europa sei die Bürokratie, sagt Simone Tagliapietra von Bruegel. Nur um ein Beispiel zu nennen: In einigen europäischen Ländern dauere es neun Jahre, die Genehmigungen zum Bau eines Windparks zu erhalten, die Genehmigungszeit für einen Solarpark dauere sechs Jahre.

Um Energie zu sparen hat der Klima-Frontmann der Europäischen Kommission, Frans Timmermans, eine besondere Botschaft an die Bürger: Reduzieren Sie die Heizung und verwenden Sie weniger Klimaanlagen.

Auch kleine Schritte, wenn sie von 440 Millionen Menschen unternommen würden, hätten gemeinsam eine große Wirkung.

Und um sicherzustellen, dass es Europa gelingt, die Quellen zu diversifizieren, arbeitet Brüssel an der Einrichtung eines gemeinsamen Beschaffungsmechanismus. Dies soll es ermöglichen, Gas und grünen Wasserstoff durch Bündelung der Nachfrage zu kaufen - was es ermöglichen sollte, bessere Preise zu erzielen. Aber es wird nicht obligatorisch sein, und die Länder können entscheiden, ob sie sich ihm anschließen, was seine Stoßkraft indes verringern könnte.

Für all diese ehrgeizigen Projekte sind Investitionen erforderlich. Brüssel schätzt den Finanzbedarf in den nächsten fünf Jahren auf mehr als 200 Milliarden Euro.