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Nach dem Verbot von Brennstoffmotoren: Werden Elektroautos erschwinglich?

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Von Stefan Grobe  & Shona Murray
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Ein von Abgasen umgebener Audi vor dem Berliner Kanzleramt
Ein von Abgasen umgebener Audi vor dem Berliner Kanzleramt   -   Copyright  Michael Sohn/The Associated Press

Das Europäische Parlament hat dafür gestimmt, den Verkauf neuer Benzin- und Dieselautos bis 2035 zu verbieten. Ein ehrgeiziges Ziel - aber es übt Druck auf die Industrie aus, in die Forschung zu investieren, um den Prozess zu beschleunigen. Derzeit sind Elektrofahrzeuge den meisten Verbrauchern zu teuer, aber Experten glauben, dass die Preise fallen werden.

Im Moment seien Elektroautos für viele noch zu kostspielig, sagt der Automobilexperte Conor Faughnan. Aber angesichts der derzeitigen Kraftstoffpreise seien die Vorteile sehr offensichtlich. Es brauche aber eine staatliche Anstrengung, vielleicht eine europaweite Anstrengung, um die Entwicklung von Elektrofahrzeugen zu subventionieren. Wenn die Investitionen erst einmal eine kritische Masse erreicht hätten, vor allem in die Umstellung der Produktionslinien, würden sie für den Verbraucher billiger. Die gesamte europäische Autoindustrie bewege sich derzeit weg von Verbrennungsmotoren hin zu Elektromotoren.

Die Verordnung wird nur Neuwagen treffen, und ihre Verbrennungsmotoren – insbesondere für Nutzfahrzeuge – werden das Jahr 2035 noch einige Zeit überdauern. Es stellen sich auch Fragen, ob Ladenetze für die Öffentlichkeit und für Langstreckenfahrten leicht zugänglich sind. Zudem gibt es Fragen zur Umweltfreundlichkeit von Autobatterien. Einigkeit besteht jedoch darin, dass der Umstieg auf Elektrofahrzeuge bei weitem die bessere Lösung für die Umwelt ist.

Conor Faughnan> Man wisse, dass der schmutzigste Weg, ein Auto zu bewegen, darin bestehe, fossile Brennstoffe auszugraben, zu verbrennen und CO2 aus dem Auspuff auszustoßen. Elektrofahrzeuge seien also eindeutig viel besser. Es gebe weitere nachgelagerte Fragen und Probleme, die auch Elektroautos nicht lösen könnten, etwa Staus in der Stadt. Auch müsse geklärt sein, woher wir unseren Strom bezögen, ob aus russischem oder saudischem Öl. Wenn wir unseren Strom nachhaltig beziehen könnten, sei das eine Vision von einer möglicherweise vollständig emissionsfreien individuellen Mobilität. Und das sei ein wunderbarer Traum.“

Die Sache geht nun an die EU-Regierungen und es ist zu vermuten, dass die mächtige Autolobby versuchen wird, die Gesetzgebung zu verwässern. Der deutsche Verkehrsminister sprach sich inzwischen dagegen aus, während Volkswagen sagt, das Ziel sei erreichbar.