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Nukleares Risiko in der Ukraine: "Ein Unfall kann jederzeit passieren"

Tunnel in einer ehemaligen Salzmine in Turda (Rumänien). Hier soll es im Fall eines Atomunfalls sicherer sein.
Tunnel in einer ehemaligen Salzmine in Turda (Rumänien). Hier soll es im Fall eines Atomunfalls sicherer sein. Copyright Vadim Ghirda/AP
Copyright Vadim Ghirda/AP
Von Stefan GrobeMeabh Mc Mahon
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Die Gefahr eines nuklearen Unfalls in der Ukraine ist weiterhin nicht gebannt. Das erklärte der Direktor der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO), Rafael Grossi, in einem Gespräch mit Euronews. Als Beispiel nannte er die prekäre Situation um das Kernkraftwerk Saporischschja.

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Die Gefahr eines nuklearen Unfalls in der Ukraine ist weiterhin nicht gebannt. Das erklärte der Direktor der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA oder IAEO), Rafael Grossi, in einem Gespräch mit Euronews.

Als Beispiel nannte er die prekäre Situation um das Kernkraftwerk Saporischschja. Es müsse eine sichere Zone ausgehandelt werden, um eine nukleare Katastrophe zu verhindern.

„Ein Unfall kann jederzeit passieren. Wir hatten Situationen, in denen dieses Kraftwerk direkt angegriffen wurde. Diese militärische Bedrohung bestehen weiter. Es kann also nicht ausgeschlossen werden, dass dies erneut passiert. Das ist ein echter Krieg. Und so können wir uns leider diplomatisch einigen, und dann könnte draußen etwas anderes passieren. Deshalb sind wir so besorgt. Wir müsssen dringend zur Einrichtung einer Schutzzone kommen."

Die IAEO verfügt über Personal vor Ort, das Europas größtes Kernkraftwerk überwacht. Die Anlage produziert derzeit keine Energie, arbeitet aber noch auf niedrigem Niveau.

Grossi sagt, er spreche mit Kiew und Moskau, um eine Eskalationsspirale zu verhindern. Doch der Dialog ist schwierig, da das Militär an den Gesprächen beteiligt ist.

„Es ist offensichtlich, dass ich mit beiden Seiten sprechen muss. Dies ist eine ukrainische Einrichtung, aber sie steht unter russischer Kontrolle. Also muss ich sicherstellen, dass jeder versteht, was getan werden muss und was nicht getan werden sollte. Aber ich denke, es wäre möglich zuzustimmen, dass ein nuklearer Unfall in niemandes Interesse wäre".

Das Thema stand auch auf der Tagesordnung bei den Gesprächen Grossis mit den EU-Außenministern in Brüssel. Zudem berieten sie über die blockierten Verhandlungen um das iranische Atomabkommen. Die IAEO ist Garantin des Abkommens und möchte Erkenntnisse über angereichertes Uran klären.

„Deshalb hoffe ich, dass der Iran unserem Aufruf folgen wird und ich in der Lage sein werde, nach Teheran zu reisen und mich erneut auf politischer Ebene zu engagieren. Es muss sichergestellt werden, dass dort nichts passiert, was eine bereits instabile Region weiter destabilisieren würde."

Die anhaltende Repression gegen Demonstranten erschwert den Dialog zusätzlich, da die EU neue Sanktionen gegen den Iran erwägt.

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