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La Glacière d'Etel - das letzte Eishaus in der Bretagne

Mit Unterstützung von The European Commission
La Glacière d'Etel - das letzte Eishaus in der Bretagne
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Von Galina Polonskaya
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La Glacière d'Etel im Morbihan soll zu einem Eingangstor der malerischen Region werden. Das historische Gebäude wurde restauriert, um die Geschichte und die Zukunft der grünen Energie zu verbinden. Die Einweihung ist für 2025 geplant.

In Etel, einer Stadt in der französischen Bretagne, wird das historische Erbe wieder zum Leben erweckt. Einst befand sich hier ein großer Fischereihafen. Das Gebäude "La Glacière", was auf Französisch soviel wie "Kühler" bedeutet, ist das Symbol dieser Geschichte. La Glacière d'Etel wurde restauriert, um die Geschichte und die Zukunft der grünen Energie zu verbinden.

"So sah es 1960 aus." Etienne Pigeon, der stellvertretende Bürgermeister von Etel zeigt alte Aufnahmen von dem Gelände. "Man wollte das Erscheinungsbild nach der Restaurierung des Gebäudes erhalten, die doppelten Gewölbe, den Balkon, der wichtig war, um das Eis zu laden, alle Zugänge und Türen sind erhalten.“

La Glacière d'Etel nutzt die Energie vor der Haustür: das Meer

In dem 1946 errichteten Gebäude La Glacière d'Etel wurde Eis für den Hafen produziert. Später wurde das Gebäude aufgegeben und mit der Zeit beschädigt. Dann kauften es die Behörden, um es zu restaurieren.

"Es ist das letzte Eishaus im Morbihan, in der Bretagne. Bis in die 1950er Jahre fuhren 250 Segelboote zum Fischen aus, hauptsächlich zum Thunfischfang. Und dieser Thunfisch musste natürlich gekühlt werden, also brauchte man Eis", erklärt Bürgermeister Pigeon. 

 Das Hauptziel des Projekts sei es, das Gebäude für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. "Die Leute sind mit dem Gebäude verbunden, sie kennen es und kommen aus dem ganzen Departement, um es zu sehen."

Im Glacière finden bereits Ausstellungen statt, momentan eine über die Meeresenergie in der Bretagne. Die Nutzung der grünen Energie ist das Schlüsselelement. Es werden verschiedene Technologien eingesetzt. Eine Gezeitentribüne und eine Wärmepumpe sollen das Gebäude mit Energie aus dem Meer versorgen.

Mit Gezeitenturbine und Meerwasser-Wärmepumpe

Aurelien Bertins Unternehmen Valoen arbeitet für das Energieprojekt im Glacière. "Wir werden hier im Glacière vorrangig alle Energiequellen nutzen, die wir hier in der Nähe finden können. Zunächst das Meer. Wir werden zwei Dinge im Meerwasser nutzen: die Fähigkeit der Strömung, um den Propeller der Gezeitenturbine zur Stromerzeugung zu drehen. Außerdem wird die Qualität des Meerwassers und seine relativ konstante Temperatur über das Jahr hinweg für eine Meerwasser-Wärmepumpe genutzt, die die Energie zum Heizen verwendet. Die Wärmepumpe, das ist im Prinzip wie ein umgekehrter Kühlschrank.

Um die Energie der Sonne zu nutzen, ist das gewölbte Dach mit innovativen, biologisch abbaubaren und flexiblen Solarzellen bedeckt, die in Nantes entwickelt wurden. Der Überschuss der grünen Energie wird mit den kommunalen Gebäuden vor Ort geteilt. Das Energieprojekt Glacière erhielt 165.594 Euro europäische Fördermittel. 

Als Eingangstor einer malerischen Region

Die Fischerei "Viviers du Pradic" und ihre Fischteiche, die in dem Gebäude eingezogen sind, erinnern sie die Zeit zurück, als der Ort noch voller Eis war. Die Geschichte des Glacière geht also weiter. "Etel war vor 50 Jahren ein Symbol für eine Stadt mit einer Fischereigeschichte und es war wichtig für mich, an einem Ort mit einer Geschichte zu sein und auf meine Weise Geschichte zu schreiben", sagt der Manager von "Viviers du Pradic", Jean-Charles Rimbault.

La Glacière d'Etel soll zu einem Eingangstor der malerischen Region werden. Die Einweihung ist für 2025 geplant.

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